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Die Landkreissprecherin in Hameln präsentiert eine ganz andere Sicht der Dinge:

"Entscheidend war die gute Bindung des Kindes zu dem Pflegevater"

Mittwoch 30. Januar 2019 - Hameln (wbn). Immer mehr rückt das Verhalten der Jugendbehörde im Landkreis Hameln-Pyrmont in das Augenmerk der Öffentlichkeit. Den Jugendbehörden in Hameln-Pyrmont und auch in Lippe sollen schon vor Jahren Hinweise auf den 56 Jahre alten Haupttäter in Lügde zugekommen sein. Haben die Jugendamtsmitarbeiter seinerzeit die Angaben zu dem Mann ernst genommen oder sich von dessen scheinbar verständnissvollem Auftreten mit der vermeintlichen Kinderfreundlichkeit blenden lassen?

Die Landkreis-Sprecherin in Hameln-Pyrmont Sandra Lummitsch hat sich heute zu den Verdachtsfällen geäußert. Ganz nebenbei wird jetzt auch bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Detmold in der Hamelner Jugendbehörde bereits Unterlagen sichergestellt hat.

 

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Nachfolgend die Stellungnahme der Kreissprecherin Lummitsch von heute Nachmittag: „Die Staatsanwaltschaft Detmold hat sich heute zu einer Vielzahl von Taten, bei denen Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren schwer sexuell missbraucht wurden,  im Rahmen einer Pressekonferenz geäußert.

Unter den Opfern ist vermutlich auch ein Kind, das bei einem der Männer lebte und für das das Jugendamt Hameln- Pyrmont zuständig ist.

„Diese abscheulichen Taten, deren Ausmaß noch gar nicht absehbar ist, sind nur schwer zu ertragen und die Leiden der Kinder übersteigen das Maß des Vorstellbaren. Wir hätten uns sehr gewünscht, dass es uns schon früher gelungen wäre, Risse in der Fassade zu erkennen. Als wir dann von diesem schlimmen Verdacht erfuhren, haben wir sofort gehandelt: das Mädchen wurde von dem am Wohnort zuständigen Jugendamt des Kreises Lippe und dann in der Folge durch den Landkreis Hameln-Pyrmont sicher in einer Bereitschaftspflegefamilie untergebracht. Das Kind ist in guten Händen. Sie ist bei einer sehr erfahrenen Familie zur Betreuung und wird einen Platz in einer geeigneten Einrichtung bekommen. Wir sind sehr dankbar, dass hier eine verantwortungsvolle Mutter ein mögliches pädophiles Verhalten angezeigt hat. Dadurch sind umfangreiche Ermittlungen eingeleitet worden, die helfen können, dass Kinder wirkungsvoll geschützt werden können“, erklärt Sandra Lummitsch, Pressesprecherin vom Landkreis Hameln-Pyrmont.

Die Entscheidung, das Kind in die Obhut des Mannes zu geben, beruhte insbesondere auf dem Wunsch der Mutter des Kindes: Im Rahmen der Ausübung der elterlichen Sorge hat die Mutter selbst vorgeschlagen, ihr Kind, das dort bereits gelegentlich untergebracht war, dauerhaft bei dem Mann unterzubringen. Nach der Unterbringung hat ein Prüfungsverfahren des Landkreises Hameln-Pyrmont stattgefunden, anschließend wurde im Januar 2017 dann ein Pflegeverhältnis für das Kind anerkannt.

Weder der Gesundheitszustand, die finanzielle Lage noch das erweiterte Führungszeugnis des Mannes gaben Grund zur Beanstandung.

Entscheidend war die gute Bindung des Kindes zu dem Pflegevater, sein Einsatz für das Kind und erkennbare deutliche Verbesserungen des Entwicklungszustandes des Kindes, die auch durch Berichte aus den betreuenden Einrichtungen belegt wurden.

Neben eigenen Prüfungen und dem wöchentlichen Einsatz des Jugendhilfeträgers hat es zudem eine Prüfung des Kreises Lippe gegeben, die im Dezember 2017 keine Beanstandungen oder eine Kindeswohlgefährdung ergeben hat.

Die Wohnsituation war sicherlich nicht optimal, hat im Vergleich zu einer  funktionierenden sozialen Bindung allerdings einen deutlich geringeren Stellenwert und  ist kein Indiz für die Feststellung für eine Kindeswohlgefährdung. Die Wohnunterkunft auf dem Campingplatz entspricht einem winterfesten Wochenendhaus, bestehend aus mehreren Räumen mit Waschmöglichkeit, Küche und einem eigenen Schlafbereich für das Kind, das in gutem Pflegezustand und auch aufgeräumt vorgefunden wurde.

Der Pflegevater hat sich dort seinen Lebensmittelpunkt geschaffen, hat auf dem Campinggelände Freizeitaktivitäten koordiniert, war dort beliebt und in dem sozialen Umfeld eng eingebunden.

Es gab zu keinem Zeitpunkt des Aufenthaltes des Kindes bei dem Mann konkrete Hinweise auf seelische oder sexuelle Auffälligkeiten oder Übergriffe!

Es liegt leider in der Struktur der Pädophilen, über lange Zeit, nicht selten über viele Jahre oder gar Jahrzehnte unentdeckt zu bleiben und ihr unrechtmäßiges Tun gekonnt zu verbergen, wenn nicht gar professionell, zu verschleiern. Dadurch können auch erfahrene Mitarbeiter des Jugendamtes nicht hinter die Fassade dieser Menschen blicken. Auch dann nicht, wenn, wie in diesem Fall, eine engmaschige Betreuung aufgebaut war. Einen vergleichbaren Fall hat es jedenfalls bisher im Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont nicht gegeben.

Die Bevölkerung wird gebeten, dem Jugendamt den Verdacht einer Misshandlung oder einer Kindeswohlgefährdung mitzuteilen. Beim Landkreis Hameln-Pyrmont ist dazu die Rufnummer 05151 / 903-3434 eingerichtet. „Scheuen Sie sich nicht, mit uns  Kontakt aufzunehmen, wenn auch Ihnen etwas verdächtig vorkommt oder Sie ähnliche Erkenntnisse haben. Wir behandeln Ihre Informationen vertraulich und bieten Ihnen Hilfe an“, betont Lummitsch.

Außerdem besteht ab sofort ein Beratungsangebot von Fachkräften über den Kinderschutzbund Hameln, Telefon 05151/942571. Der Kinderschutzbund bietet außerdem ein Beratungsangebot direkt in Bad Pyrmont in der Villa Winkelmann, Humboldtstraße  23,  an. Dieses Angebot kann am 08.02.2019 und 15.02.2019, 22.02.2019 und 01.03.2019 von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr in Anspruch genommen werden. Dieses Hilfs- und Gesprächsangebot richtet sich an Eltern, Erwachsene, Kinder und Jugendliche.

Im letzten Monat hat die Staatsanwaltschaft auch das Agieren der Mitarbeitenden des Jugendamtes des Landkreises Hameln-Pyrmont überprüft und in diesem Rahmen Unterlagen sichergestellt. Es geht um die Frage, ob mit dem gebotenen Nachdruck den Hinweisen

Nach unseren Erkenntnissen sind wir davon überzeugt, dass die Mitarbeitenden umsichtig und richtig gehandelt haben. Aber gleichwohl ist es für uns nachvollziehbar, dass die Staatsanwaltschaft die Arbeit der Jugendämter in solch einem Fall  intensiv betrachten muss. Selbstverständlich kooperieren die zuständigen Stellen des Landkreises mit der Staatsanwaltschaft.

Der Öffentlichkeit.  Landkreis äußert sich zu Verdachtsfällen

Die Staatsanwaltschaft Detmold hat sich heute zu einer Vielzahl von Taten, bei denen Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren schwer sexuell missbraucht wurden,  im Rahmen einer Pressekonferenz geäußert.

Unter den Opfern ist vermutlich auch ein Kind, das bei einem der Männer lebte und für das das Jugendamt Hameln- Pyrmont zuständig ist.

„Diese abscheulichen Taten, deren Ausmaß noch gar nicht absehbar ist, sind nur schwer zu ertragen und die Leiden der Kinder übersteigen das Maß des Vorstellbaren. Wir hätten uns sehr gewünscht, dass es uns schon früher gelungen wäre, Risse in der Fassade zu erkennen. Als wir dann von diesem schlimmen Verdacht erfuhren, haben wir sofort gehandelt: das Mädchen wurde von dem am Wohnort zuständigen Jugendamt des Kreises Lippe und dann in der Folge durch den Landkreis Hameln-Pyrmont sicher in einer Bereitschaftspflegefamilie untergebracht. Das Kind ist in guten Händen. Sie ist bei einer sehr erfahrenen Familie zur Betreuung und wird    einen Platz in einer geeigneten Einrichtung bekommen. Wir sind sehr dankbar, dass hier eine verantwortungsvolle Mutter ein mögliches pädophiles Verhalten angezeigt hat. Dadurch sind umfangreiche Ermittlungen eingeleitet worden, die helfen können, dass Kinder wirkungsvoll geschützt werden können“, erklärt Sandra Lummitsch, Pressesprecherin vom Landkreis Hameln-Pyrmont.

Die Entscheidung, das Kind in die Obhut des Mannes zu geben, beruhte insbesondere auf dem Wunsch der Mutter des Kindes: Im Rahmen der Ausübung der elterlichen Sorge hat die Mutter selbst vorgeschlagen, ihr Kind, das dort bereits gelegentlich untergebracht war, dauerhaft bei dem Mann unterzubringen. Nach der Unterbringung hat ein Prüfungsverfahren des Landkreises Hameln-Pyrmont stattgefunden, anschließend wurde im Januar 2017 dann ein Pflegeverhältnis für das Kind anerkannt.

Weder der Gesundheitszustand, die finanzielle Lage noch das erweiterte Führungszeugnis des Mannes gaben Grund zur Beanstandung.

Entscheidend war die gute Bindung des Kindes zu dem Pflegevater, sein Einsatz für das Kind und erkennbare deutliche Verbesserungen des Entwicklungszustandes des Kindes, die auch durch Berichte aus den betreuenden Einrichtungen belegt wurden.

Neben eigenen Prüfungen und dem wöchentlichen Einsatz des Jugendhilfeträgers hat es zudem eine Prüfung des Kreises Lippe gegeben, die im Dezember 2017 keine Beanstandungen oder eine Kindeswohlgefährdung ergeben hat.

Die Wohnsituation war sicherlich nicht optimal, hat im Vergleich zu einer  funktionierenden sozialen Bindung allerdings einen deutlich geringeren Stellenwert und  ist kein Indiz für die Feststellung für eine Kindeswohlgefährdung. Die Wohnunterkunft auf dem Campingplatz entspricht einem winterfesten Wochenendhaus, bestehend aus mehreren Räumen mit Waschmöglichkeit, Küche und einem eigenen Schlafbereich für das Kind, das in gutem Pflegezustand und auch aufgeräumt vorgefunden wurde.

Der Pflegevater hat sich dort seinen Lebensmittelpunkt geschaffen, hat auf dem Campinggelände Freizeitaktivitäten koordiniert, war dort beliebt und in dem sozialen Umfeld eng eingebunden.

Es gab zu keinem Zeitpunkt des Aufenthaltes des Kindes bei dem Mann konkrete Hinweise auf seelische oder sexuelle Auffälligkeiten oder Übergriffe!

Es liegt leider in der Struktur der Pädophilen, über lange Zeit, nicht selten über viele Jahre oder gar Jahrzehnte unentdeckt zu bleiben und ihr unrechtmäßiges Tun gekonnt zu verbergen, wenn nicht gar professionell, zu verschleiern. Dadurch können auch erfahrene Mitarbeiter des Jugendamtes nicht hinter die Fassade dieser Menschen blicken. Auch dann nicht, wenn, wie in diesem Fall, eine engmaschige Betreuung aufgebaut war. Einen vergleichbaren Fall hat es jedenfalls bisher im Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont nicht gegeben.

Die Bevölkerung wird gebeten, dem Jugendamt den Verdacht einer Misshandlung oder einer Kindeswohlgefährdung mitzuteilen. Beim Landkreis Hameln-Pyrmont ist dazu die Rufnummer 05151 / 903-3434 eingerichtet. „Scheuen Sie sich nicht, mit uns  Kontakt aufzunehmen, wenn auch Ihnen etwas verdächtig vorkommt oder Sie ähnliche Erkenntnisse haben. Wir behandeln Ihre Informationen vertraulich und bieten Ihnen Hilfe an“, betont Lummitsch.

Außerdem besteht ab sofort ein Beratungsangebot von Fachkräften über den Kinderschutzbund Hameln, Telefon 05151/942571. Der Kinderschutzbund bietet außerdem ein Beratungsangebot direkt in Bad Pyrmont in der Villa Winkelmann, Humboldtstraße  23,  an. Dieses Angebot kann am 08.02.2019 und 15.02.2019, 22.02.2019 und 01.03.2019 von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr in Anspruch genommen werden. Dieses Hilfs- und Gesprächsangebot richtet sich an Eltern, Erwachsene, Kinder und Jugendliche.

Im letzten Monat hat die Staatsanwaltschaft auch das Agieren der Mitarbeitenden des Jugendamtes des Landkreises Hameln-Pyrmont überprüft und in diesem Rahmen Unterlagen sichergestellt.

Nach unseren Erkenntnissen sind wir davon überzeugt, dass die Mitarbeitenden umsichtig und richtig gehandelt haben. Aber gleichwohl ist es für uns nachvollziehbar, dass die Staatsanwaltschaft die Arbeit der Jugendämter in solch einem Fall  intensiv betrachten muss. Selbstverständlich kooperieren die zuständigen Stellen des Landkreises mit der Staatsanwaltschaft.“

 

 

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