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Die Stimme aus dem Norden repräsentiert Deutschland in Lissabon

Warum heute Abend Lars Hesse, Iris Berben und viele Künstler aus den Paderborner LAVA-Studios dem "Eurovision-Botschafter" Michael Schulte ganz doll die Daumen drücken

Samstag 12. Mai 2018 - Lissabon / Paderborn / Börry (wbn). Wenn Michael Schulte heute Abend beim Eurovision Song Contest in Lissabon auf der Bühne steht, dann drückt ihm das Produzententeam der Paderborner LAVA Studios ganz besonders die Daumen.

Denn mit Schulte in der Hauptrolle entstand bei LAVA das Musikdrama  „Die Kinder der toten Stadt“. Das Stück wird als Musikhörspiel und Doppel-Album mit insgesamt 36 Songtiteln am 23. Juni bundesweit veröffentlicht. Und es beweist die musikalische Spannweite dieses sympathischen Sängers mit den roten Haaren aus Dollerup bei Flensburg, der sich nicht nur auf Pop und „handmade Folk“ versteht. Von der ans Herz gehenden Erinnerung an seinen toten Vater  bis tief in die Erinnerungskultur einer Generation und einer Nation.

(Zum Bild: Eurovision Song Contest-Teilnehmer Michael Schulte in den Paderborner Lava Studios. Mehr als eine Woche lang hat er hier an Aufnahmen zum Musikdrama „Die Kinder der toten Stadt“ mitgewirkt. Foto: Lars Hesse / Lava Studios)


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Seine Songs sind ehrlich, direkt, schnörkellos. Und manchmal erinnert er auch an Coldplay. Gerade deshalb hatte er auch spontan zugesagt als er einen Anruf aus den Paderborner Lava Studius erhielt. Um so mehr als ihm klar wurde, wer mit von der Partie ist: Neben Michael Schulte übernahmen Iris Berben, Peter Heppner, Jade Schulz sowie die Kinderchöre des Paderborner Domchors und Willi Hagemeier tragende Rollen.

Schultes minimalistischer Ansatz ist der stärkste Effekt. Heute Abend auf der größtmöglichen Bühne des Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon genauso wie in dem bislang einzigartigen Musikdrama „Die Kinder der toten Stadt“.

Das Gänsehaut-Feeling in dem Eurovisions-Song “You Let Me Walk Alone” im Andenken an den verstorbenen Vater und seine unter die Haut gehende Lied-Interpretationen für das Gedenken an die in Theresienstadt ermordeten Kinder schöpfen aus der gleichen tiefen Quelle der Empathie und des kollektiven Verlustes. Mit einer Innigkeit, der sich ein Zuhörer kaum entziehen kann. Er wirft seine Stimme in die Waagschale, die auf einmal verletzlich klingt. Dabei kann er auch anders, wie viele seiner bisherigen Coverversionen beweisen.

Lars Hesse hat mit Michael Schulte zweifellos einen Glücksgriff getan. Nicht wegen der gerade nach oben schießenden Popularität. Sondern weil er einen musikalischen Botschafter gefunden hat, der musikalisch unbelastet und thematisch der Aufgabe gewachsen ist. Das hat auch die Mitwirkenden angespornt.

Die Autoren des Stücks sind Thomas Auerswald (Text) und der Paderborner Komponist Lars Hesse (Musik), die Projektleitung hat Dr. Sarah Kass vom Deutschen Institut für Erinnerungskultur (DIFEK, Paderborn) inne. „Die Kinder der toten Stadt“, mit dem Untertitel „Ein Musikdrama gegen das Vergessen“, erzählt die Geschichte der Kinder, die 1944 unter der Leitung von Hans Krása beim Besuch des Internationalen Roten Kreuz im KZ Theresienstadt die Oper „Brundibar“ aufgeführt haben. Gefördert wurde das Projekt u.a. vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend und der Sparkasse Paderborn.

„Ziel des Projekts ist, dass  ‚Die Kinder der toten Stadt‘ als Schulprojekt an Schulen aufgeführt wird. Es gibt für alle Schulformen pädagogisches Begleitmaterial. Text und Musik sollen im Sinne der Erinnerungskultur zu Diskussionen gegen Rassismus und Antisemitismus anregen. Das ist grade vor dem Hintergrund der immer schlimmer werdenden Zustände an unseren Schulen ein enorm wichtiges gesellschaftliches Thema“, erzählt Dr. Sarah Kass.

Umso mehr hat sich das Autorenteam darüber gefreut, dass Esther Bejarano die Rolle der Pianistin gesprochen hat. „Esther Bejarano war in Auschwitz. Sie hat nur deshalb überlebt, weil sie Klavier spielen und so im KZ-Orchester das Akkordeon spielen konnte. Heute mit 92 Jahren tritt sie mit der Hip-Hop-Band „Microphone Mafia“ auf und besucht Schulen, um von ihren Erlebnissen zu berichten.

Sie ist eine wichtige Mahnerin für die Gegenwart“, sagt Thomas Auerswald. Die Musik des Dramas ist zeitgenössischer Rock/Pop mit Elementen aus Klezmer und Klassik.

„Gerade bei den Rock und Pop-Songs war es enorm wichtig eine ausdrucksstarke Stimme zu finden. Mit Jade Schulz (Rolle der Hannah) und Michael Schulte (Albert) ist uns das vortrefflich gelungen. Die Arbeit mit Michael Schulte, dem es in Paderborn auch sehr gut gefallen hat, war in jeder Hinsicht sehr professionell und inspirierend“, so Komponist Lars Hesse von den LAVA Studios. „Wir freuen uns, dass Michael Deutschland beim ESC vertritt und drücken natürlich Daumen, dass er gut abschneidet!“Das Lied im Gedenken an seinen Vater wird Michael Schulte heute Abend in noch ganz anderer Hinsicht bewegen. Er wird selbst Vater eines Sohnes. Und kann jetzt schon vom Vatersein ein Lied singen...

Hinweis der Redaktion: Der ESC wird heute Abend ab 20.15 Uhr in der ARD übertragen, Infos zum Musikdrama findet man auf www.diekinderdertotenstadt.de und www.lava-jam.com


 

 

 

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