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Wenn das Fahrzeug zur Todesfalle wird

Er war schon unter fürchterlichen Qualen am Kollabieren: Hund im Auto eingesperrt und der Sonneneinwirkung ausgesetzt

Sonntag 13. Mai 2018 - Lemgo (wbn). Der Hitzetod für einen Hund im geschlossenen Auto ist schrecklich. Meist ist es die Gedankenlosigkeit der Hundehalter und Fahrzeugbesitzer, die sich nicht vorstellen können, wie schnell ein Hund in solch einer ausweglosen Käfigsituation leiden muss.

Hunde können – anders als der Mensch – nicht schwitzen. Deshalb hecheln sie schon relativ frühzeitig. In Lemgo haben Zeugen eines solchen Vorfalles die Polizei alarmieren müssen. Ein Hund lag in einem geparkten Fahrzeug völlig apathisch, war offensichtlich schon am Kollabieren.

 

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Die alarmierte Polizeistreife sah sich gezwungen ein kleines Seitenfenster zu zerschlagen und den großen Hund ins Freie zu heben. Anwohner brachten dem erschöpften Tier Wasser.

Gegen die Autofahrerin ist ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet worden.

Nachfolgend der Polizeibericht aus Lemgo: „Zeugen alarmierten am Samstagmittag die Polizei, weil sie auf einen Hund in einem geparkten PKW aufmerksam geworden waren. Das Tier war offensichtlich am Kollabieren. Der geparkte Ford stand auf dem Seitenstreifen der Bismarckstraße in praller Sonne. Im Koffer- /Gepäckraum der großen Limousine lag völlig apathisch ein großer Hund.

Eine der Seitenscheiben des Autos war einen winzigen Spalt geöffnet. Nachdem die hinzugerufenen Polizeibeamten vergebens versucht hatten den Fahrzeughalter zu erreichen, zerschlug ein Beamter ein kleines Seitenfenster und öffnete den Wagen. Beiden Beamten gelang es, den großen und schweren Hund aus dem Auto zu heben, um ihm ausreichend "Belüftung" zu verschaffen.

Anwohner brachten Wasser für das Tier, das sich dann nach und nach erholte. Gegen die Autofahrerin ist ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet worden.

Bei Sonneneinstrahlung erhöht sich die Innenraumtemperatur eines Fahrzeugs nach nur wenigen Minuten auf mindestens die doppelte Gradzahl. Da reicht es auch nicht aus, wenn bei Sonnenschein ein Fenster spaltbreit geöffnet wird. Dadurch entsteht keine Luftzirkulation. Das gilt sowohl für Menschen, insbesondere Kinder, als auch Tiere.

Die Folgen sind die oben beschriebenen.“

 

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