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Landrat Tjark Bartels hat die Suspendierung wieder aufgehoben
Nun doch nicht gefeuert, aber künftig mit anderen Aufgaben in der Kreisbehörde betraut: Der umstrittene Leiter des Kreisjugendamts Hameln-Pyrmont

Montag 25. März 2019 - Hameln / Lügde (wbn). Die Suspendierung des Jugendamtsleiters des Landkreises Hameln-Pyrmont ist aufgehoben worden.

Dies hat heute die Landkreissprecherin Sandra Lummitsch auf Anfrage der Weserbergland-Nachrichten.de und des NDR bestätigt. Er wird an anderer Stelle der Landkreisverwaltung beschäftigt werden.

 

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Lummitsch: „Hinsichtlich des künftigen Aufgabenbereiches befinden wir uns noch im Abstimmungsverfahren“. Die Aufhebung der Suspendierung erfolgte bereits mit Ablauf des 28. Februar.

Das Fehlverhalten des Leiters werde mit einer arbeitsrechtlichen Sanktion entsprechend belegt wenn die staatsanwaltlichen Ermittlungen abgeschlossen sind.

Landrat Tjark Bartels sah sich seinerzeit zu personellen Konsequenzen gezwungen, nachdem der Jugendamtsleiter ihm offenbart hatte, dass er Akten gewissermaßen „geglättet“ hatte um sie vor dem Hintergrund des Verhalten seines Amtes in dem Kindermissbrauchsskandal auf dem Campingplatz in Lügde plausibler aussehen zu lassen.

Dabei hatte sich der Jugendamtsleiter von sich aus bei Bartels gemeldet, was ihm der Landrat ausdrücklich hoch angerechnet hat.

Gleichwohl hatte der Landrat deutlich gemacht, dass er dieses Verhalten – nämlich die deutlich spätere klammheimliche Ergänzung einer Akte - schon aus grundsätzlichen Erwägungen nicht billigen konnte.

Weitere Gründe für eine Aufrechterhaltung der Suspendierung hat es nach Angaben der Pressesprecherin des Landkreises nicht gegeben. Während der Behördenleiter von sich aus seinen Vorgesetzten, Landrat Bartels, über das Fehlverhalten benachrichtigt hatte, liegt der Fall in der Suspendierung einer weiteren Landkreismitarbeiterin im Jugendamt anders.

Diese hatte kurz vor der Beschlagnahme der Jugendamtsakten durch die Staatsanwaltschaft Detmold einen Akteninhalt gelöscht, der dann von den Ermittlern rekonstruiert werden konnte. Es war bezeichnenderweise der explizite Hinweis auf pädophile Neigungen des Hauptverdächtigen im Kindermissbrauchsskandal auf dem Campingplatz in Lügde.

Anders als ihr unmittelbarer Vorgesetzter hatte sie ihren Akteneingriff verheimlicht. Dazu sagte die Landkreis-Pressesprecherin: „Die weitere Jugendamtsmitarbeiterin ist freigestellt und ein Verfahren zur fristlosen Kündigung ist eingeleitet worden.“

 

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