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Polizei und TV-Sendung Aktenzeichen XY veröffentlichen bundesweite Personenfahndung:

Es geht um einen Verdacht auf besonders perversen Kindesmissbrauch: Wer kennt diesen Mann?

Freitag 17. Mai 2019 - Kassel (wbn). Wer kennt diesen Mann? Es soll angeblich der Vater des Kindes sein, das er bei sich hat. Unglaublich: Der Unbekannte operiert mit falschem Namen und falschen Identiäten im Internet um seine „Tochter“ in einem Internet-Kleinanzeigenportal zum Missbrauch anzubieten.

Das Kind ist nach Angaben der Polizei geistig behindert. In der ZDF-Fernsehsendung Aktenzeichen XY wurde auf diesen erschütternden Fall aufmerksam gemacht. Die Kriminalpolizei in Kassel ermittelt in dieser Angelegenheit und hat sich nunmehr zu dieser bundesweiten Öffentlichkeitsfahndung entschlossen.

(Zum Bild: Mit diesem Fahndungs-Foto sucht die Polizei bundesweit nach diesen Mann, der angeblich seine Tochter im Internet zum Missbrauch anbieten soll. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise. Foto: Polizei)

Fortsetzung von Se 1
Sie erbittert Hinweise zu dem Mann und dem Kind. Da momentan nicht erwiesen sei, dass dieser Mann tatsächlich im Zusammenhang mit den besagten Aussagen oder möglichen Tathandlungen eines sexuellen Kindesmissbrauchs steht, bittet die Polizei jedoch darum, „keine voreiligen Schlüsse zu ziehen“, sondern im Falle einer Identifizierung sofort die Polizei zu informieren. Hinweise nimmt die Kasseler Polizei unter der Tel. 0561 - 9100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Nachfolgend die entsprechende Presseveröffentlichung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen im Wortlaut: „Die Kasseler Kripo ermittelt derzeit in einem Verdachtsfall des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes.

Ein Unbekannter hatte in Chats eines Kleinanzeigenportals im Internet anderen Nutzern gegenüber angegeben, seine geistig behinderte Tochter sexuell zu missbrauchen und auch anderen ein Treffen zum gemeinsamen sexuellen Missbrauch in Aussicht gestellt. In einem Fall übersandte der mutmaßliche Täter im Vorfeld eines beabsichtigten Treffens auch ein Foto von sich und seiner Tochter.

Ob es anschließend tatsächlich dazu kam, ist derzeit nicht bekannt. Da sich bei den bisherigen intensiv geführten Ermittlungen der Beamten des für Sexualdelikte zuständigen Kommissariats 12 der Kasseler Kripo und der Kasseler Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf die tatsächliche Identität des Mannes, der offenbar mit falschen Personalien agiert, ergeben haben, erhoffen sich die Ermittler nun durch die Veröffentlichung des Fotos, Hinweise aus der Bevölkerung auf ihn oder seine Tochter zu bekommen.

Mitarbeiter meldete Chatverlauf der Polizei

Ein Mitarbeiter des Kleinanzeigenportals war auf eine im Jahr 2016 geschaltete Anzeige mit der Bezeichnung "FKK, Freundschaften und mehr" aufmerksam geworden. Dort hatte ein Nutzer, der sich als "Gerd" oder "Jonas" ausgab, geschildert, dass er seine Tochter seit ihrem 6. Lebensjahr sexuell missbrauche.

Er sei alleinerziehend, die Mutter des Kindes, das er mal "Anja", mal "Saskia" nannte, sei nach der Geburt gestorben. Das Kind soll damals, im Jahr 2016, zwölf Jahre alt gewesen sein und müsste heute demnach 15 Jahre alt sein.

Neben der Anmeldung in dem Kleinanzeigenportal war der mutmaßliche Täter offenbar auch in Flirtportalen aktiv und wählte dort die Profilnamen "RubensLiebhabER" und "RubensFan55".

Nutzer verschleiert seine Identität

Wie die daraufhin sofort eingeleiteten Ermittlungen ergaben, handelt es sich bei den zu dem Nutzer hinterlegten Namen "Gerd Mahler" und "Gerd Meistermann" und angegebener Adressen in Kassel-Bad Wilhelmshöhe um falsche Identitäten. Der Tatverdächtige, der in einem seiner Online-Profile auch Hannover als seine Heimatstadt angab, verschleiert seine Identität offenbar gezielt. Sämtliche bisherige intensive Ermittlungen zur Identifizierung des Mannes oder des Kindes führten bislang nicht zum Erfolg. Zudem ist es derzeit nicht eindeutig nachvollziehbar, ob es sich um den auf dem Foto zu sehenden Mann tatsächlich um den Verfasser der besagten Chat-Nachrichten handelt und ob die darin geschilderten Handlungen der Wahrheit entsprechen. Die Auswertung aller bisherigen Erkenntnisse legt einen über Jahre andauernden sexuellen Missbrauch des Kindes jedoch nahe.

Foto zeigt Mann im Alter von geschätzten 40 bis 50 Jahren

Das im Internet von dem Unbekannten an andere übersandte Foto zeigt einen sommerlich gekleideten Mann, auf dessen Schoß ein Mädchen sitzt. Dabei soll es sich um seine geistig behinderte Tochter handeln, die seit ihrer Geburt am "Fetalen Alkoholsyndrom" leide. Das Bild dürfte nach Einschätzung der Ermittler ca. drei Jahre alt sein. Der Mann ist schätzungsweise 40 bis 50 Jahre alt, hat lockige dunkle Haare, die nach hinten lang und eventuell zum Pferdeschwanz gebunden sind. Er trägt ein grünliches Basecap und ein hellblaues T-Shirt. Das auf dem Bild zu sehende Kind hat rötliche, nach hinten gebundene Haare. Das Mädchen von kräftiger Statur trägt eine Brille mit ovalen Gläsern sowie ein Schlüsselbund um den Hals und ist mit einem roten Shirt bekleidet.

Ermittler hoffen auf Hinweise durch Fernsehsendung Aktenzeichen XY

Die Ermittler des K 12 erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Falls sowie einen Auftritt bei der Fernsehsendung Aktenzeichen XY am Mittwochabend entscheidende Hinweise zu bekommen. Kriminalhauptkommissar Peter Keyser wird dort zu Gast sein und über den Stand der Ermittlungen berichten. Auch das Foto wird in der Sendung gezeigt. Da momentan nicht erwiesen ist, dass dieser Mann tatsächlich im Zusammenhang mit den besagten Aussagen oder möglichen Tathandlungen eines sexuellen Kindesmissbrauchs steht, bittet die Polizei darum, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern im Falle einer Identifizierung sofort die Polizei zu informieren.“

 

 

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