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Starke Zweifel an den besonderen Fähigkeiten der Heimeinrichtung in Thal - Wenn nichts anderes hilft, ist Körtner für die elektronische Fußfessel

 

Landtagsabgeordnete Körtner: Sexualstraftäter wird heute oder morgen wieder aus Bad Pyrmont weggebracht

 

Bad Pyrmonth (wbn). Die Bad Pyrmonter Landtagsabgeordnete Ursula Körtner (CDU) rechnet damit, dass der in dem Bad Pyrmonter Ortsteil Thal untergebrachte, weiterhin hochgradig gefährliche Sexualverbrecher „heute oder morgen“ wieder weggebracht wird. Körtner zu den Weserbergland-Nachrichten.de: „Das Heim in Thal ist den Anforderungen nicht gewachsen.“

 

Der 53-jährige mehrfache Sexualstraftäter mit den denkbar schlechtesten Gutachter-Prognosen war am Donnerstag von der Justizvollzugsanstalt Freiburg auf Anordnung des Oberlandesgerichts Karlsruhe freigelassen und noch am selben Tag in das Weserbergland gebracht worden. Die Stadt Pyrmont wurde jedoch erst mit Verzögerung am anderen Tag über den neuen „Kurgast“ in dem Bad Pyrmonter Ortsteil informiert. Mit Verzögerung seien auch die niedersächsischen  Ministerien ins Bild gesetzt worden, stellt die Landtagsabgeordnete Körtner fest, betont aber, dass unverzüglich alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden. In Bad Pyrmont sei aufgrund der entschlossen vorgehenden Ministerien und Polizeidienststellen in Hameln-Pyrmont "zu keinem Zeitpunkt die Bevölkerung in Gefahr gewesen". „Der Mann wurde nicht aus dem Auge gelassen.“ Das zu betonen, sei ihr sehr wichtig, sagte Körtner den Weserbergland-Nachrichten.de, die im übrigen Unverständnis über die Art und Weise der Auswahl des Zielortes Bad Pyrmont-Thal erkennen ließ.

 

(Zum Bild: Die CDU-Landtagsabgeordnete Ursula Körtner hatte sich auch im niedersächsischen Landtag in einschlägigen Fachausschüssen intensiv mit Fragen des Strafvollzuges und der therapeutischen Betreuung von Langzeithäftlingen auseinandergesetzt. Foto: Körtner/CDU)

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Heim und Personal seien nach ihren Kenntnissen nicht qualifiziert für die therapeutische Betreuung eines solchen Sexualstraftäters mit einer derartigen Gefährdungsprognose. Körtner muss wissen wovon sie spricht. Sie war als Landtagsabgeordnete in Niedersachsen auch schon Beauftragte für den Gefängnis- und Maßregelvollzug und weiß, welche Anforderungen an die Betreuung solcher Gewalttäter gestellt werden.  „Opferschutz geht vor Täterschutz“, erinnert Körtner weiterhin und will dies auch bei der weiteren Unterbringung dieses offenbar therapieresistenten Straftäters beachtet wissen. Der Mann musste nicht weniger als 30 Jahre hinter Gittern verbringen. Der Leiter des kriminologischen Forschungszentrums Niedersachsens, Christian Pfeiffer, hatte sich am Wochenende auf NDR 1 Niedersachsen für elektronische Fußfesseln ausgesprochen. Wenn gar nichts anderes gehe, könne auch sie dies für eine „Maßnahme als letztes Mittel“ halten, sagte die CDU-Landtagsabgeordnete aus Bad Pyrmont. Übrigens hatte auch sie erst aus den Medien erfahren, dass quasi vor ihrer Haustüre ein Sexualstraftäter als freier Mann unter Dauerbewachung eingezogen ist.  

 

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