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Aktion zum Gedenken an die Opfer der NS-Zeit:
Hamelner bringen am 9. November die „Stolpersteine“ wieder zum Glänzen

Von Bernhard Gelderblom

Dienstag 1. November 2016 - Hameln (wbn). Der 9. November 1938 gehört in der deutschen Geschichte zu den Tagen, an die man sich immer mit Entsetzen erinnern muss.

In der Reichspogromnacht wurden in ganz Deutschland unzählige Synagogen in Brand gesetzt, Läden geplündert, Friedhöfe verwüstet und jüdische Menschen in Konzentrationslager verschleppt. Damit begann eine vom Rassenwahn der Nationalsozialisten diktierte beispiellose Verfolgung und Vernichtung einzelner Menschengruppen. Neben Juden fielen den Nationalsozialisten auch Linke, Homosexuelle, Behinderte und andere Gruppen zum Opfer.

 

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Nach einem einstimmigen Beschluss des Hamelner Stadtrats vom 26. Juni 2013 verlegt der Künstler Gunter Demnig auch in Hameln „Stolpersteine“. Sie liegen vor den Häusern, in denen die Ermordeten vor ihrer Deportation gelebt haben und machen damit die Schandtaten der NS-Zeit, die auch in Hameln verübt worden sind, sichtbar.

Um der Opfer zu gedenken, werden die Evangelische Jugend, die Linke zusammen mit ihrer Jugendorganisation Solid, Jusos, Grüne Jugend und Mitglieder des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. am 9. November die Stolpersteine reinigen und zu jedem Stein eine Rose niederlegen.

Treffpunkt: 16 Uhr an der Hochzeitshausterrasse

Um 16 Uhr treffen sich alle Beteiligten neben der Hochzeitshausterrasse am Haupteingang zur Marktkirche. Dort findet die Aufteilung in „Gruppen“ statt, bei der die 68 bisher in Hameln verlegten Stolpersteine zugeordnet werden. Für Reinigungsmittel und die Blumen ist gesorgt.

In den Räumen des Evangelischen Jugenddienstes in der Osterstrasse 26 findet der Ausklang statt. Dort gibt es nicht nur heißen Tee. Mit den Teilnehmern soll ein historischer Blick auf die 1930er Jahre in Hameln geworfen und unter dem Thema „Die Hamelner Jugend zwischen Widerstand und Anpassung“ den Zuhörern und Zuhörerinnen lokale Ereignisse präsentiert werden.

Gräueltaten der NS-Zeit sollen nicht in Vergessenheit geraten

Die gemeinsame Initiative von Kirche, Parteien und des Hamelner Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte möchte dazu auffordern, nie zu vergessen, welche Gräueltaten in der NS-Zeit verübt wurden und als Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus die Wichtigkeit von Vielfalt, aber auch von gegenseitiger Unterstützung und Schutz herausstellen.

Zur Reinigung der Hamelner Stolpersteine sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

 

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