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Aufregung an der Ruthenstraße
Verdächtiges Paket im Post-Verteilzentrum Hameln: Delaborierer im Einsatz

Donnerstag 7. Dezember 2017 - Hameln (wbn). Ein Paket ohne Absender- und Empfängeradresse hat am Vormittag Post-Mitarbeiter, Polizisten und Delaborierer in Atem gehalten.

Die verdächtige Sendung war im Verteilzentrum an der Ruthenstraße einem Mitarbeiter aufgefallen, der angesichts des Erpressungsfalls in Potsdam lieber auf Nummer Sicher gehen wollte. Die anschließende Untersuchung des Sprengstoffexperten ergab allerdings schnell: Von dem Paket ging keine Gefahr aus. In ihm befanden sich nur Süßigkeiten, Wurst und Backwaren, die offenbar als Weihnachtsgeschenke gedacht waren.

 

 

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Unabhängig davon möchte die Polizei ein Wörtchen mit dem Absender oder Empfänger reden. Hinweise haben ergeben, dass das Paket von „Gudrun und Dieter“ auf den Weg gebracht worden sein könnte und der Empfänger aus dem Raum Hessisch Oldendorf kommt.

 

Nachfolgend der Polizeibericht aus Hameln:

„Ein als verdächtig eingestuftes Paket sorge heute Vormittag in der Postverteilerstation Hameln für Aufregung und führte zur Anforderung eines Delaborierers. Das Paket erwies sich abschließend nach Prüfung als ungefährlich.

Gegen 10.20 Uhr heute Vormittag stieß ein Mitarbeiter der DHL-Postverteilerstation in der Ruthenstraße auf ein neutral aussehendes Paket, an dem weder ein Absender- noch ein Empfängeraufkleber angebracht war. Das gewichtige Paket erschien dem Mitarbeiter verdächtig und ließ es, sensibilisiert durch die letzten Ereignisse in Potsdam (Erpressung und versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion), im Außenbereich des Verteilergebäudes deponieren.

Über eine zuständige Sicherheitsfirma wurde die Hamelner Polizeidienststelle informiert. Der Polizeieinsatzleiter vor Ort ließ nach Prüfung des Sachverhalts das angrenzende Verwaltungsgebäude räumen und das Gelände weiträumig abriegeln. Die 11 anwesenden Mitarbeiter mussten ihre Arbeitsplätze verlassen und wurden in einer nahegelegenen Halle untergebracht.

Ein angeforderter Delaborierer des Landeskriminalamtes Niedersachsen in Hannover untersuchte durch verschiedene Mess- und Prüftechniken das Paket und stellte die Ungefährlichkeit fest. Nach Öffnung des Paketes vor Ort konnte die Harmlosigkeit bestätigt werden: es befanden sich Süßigkeiten sowie Wurst- und Backwaren in dem Paket, die offensichtlich als Weihnachtsgeschenke gedacht waren.

Der Einsatz konnte gegen 12.10 Uhr beendet werden und die DHL-Mitarbeiter ihre Arbeit fortsetzen.

Darum das Paket weder einen Adressaufkleber noch andere Versandmerkmale enthielt und trotzdem in den Verteilerweg der DHL gelangte, ist derzeit unbekannt. Möglicherweise hatte sich ein nicht ordnungsgemäß angebrachter Versandaufkleber während des Transport- und Verteilerweges vom Paket gelöst.

Einziger Ermittlungsansatz ist derzeit eine beigelegte Grußkarte, die von "Gudrun und Dieter" verfasst wurde. Laut einem Postmitarbeiter befand sich das Paket in der Verteilerschiene "Hess. Oldendorf", so dass der Empfänger aus dem Bereich stammen könnte.

Personen, die sich als Absender oder Empfänger des Paketes erkannt haben, möchten sich bitte mit der Polizei Hameln (Tel. 05151/933-222) in Verbindung setzen.“

 

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