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Ein Nachruf

Alex. Er ist dann mal weg. Er ist von uns gegangen...

Von Ralph L o r e n z

Ich bin dann mal weg. Das haben nach Hape Kerkeling viele gesagt. Auch Alexander Engelhardt. Und dann hatte sich Alex auf den langen Weg gemacht, auf den Jakobsweg. Er ist weit gegangen. Aber nie zuweit. Und er war wirklich da in Santiago de Compostela, zu Fuß, hat nicht in Hotels übernachtet. Von den Squaddies hatte er sich gut beraten lassen. Den Engländern in der Kaserne. Die wussten Langstreckenmärsche zu bewältigen. Jetzt ist Alex erneut weg. Aber für immer. Er ist am Samstag in einem Hospiz in Bad Pyrmont gestorben. Wenige Tage nach seinem 60. Geburtstag. Liebevoll umsorgt. Auch von seiner Schwester, die immer für ihn da war.

Und sein Bruder kam extra von den Philippinen um hinter der Theke in der „Badewanne“ in der Stunde der Not auszuhelfen. Die Familie hat immer zusammengehalten. Alexander Engelhardt war so etwa wie ein Original in Hameln. Er hat jeden Tag seine Runde gemacht, saß oft in einer Kneipe und hat still hinter seinem Bierkrug philosophiert. Er hat die Betriebsamkeit eines Bierlokales gesucht um doch allein zu sein. Ein Paradox, das viele Denker und Grübler suchen. Auch Wilhelm Busch hat in den Hamelner Kneipen sein stilles Bierchen getrunken, seine tiefsinnigen, menschenfreundlichen Studien gemacht. Zu Besuch bei seiner Tante, in der Fischpfortenstraße und auf dem Weg zu dern alten Meistern nach Amsterdam.

Fortsetzung von Seite 1

Im Januar erreichte Alex die Hiobsbotschaft. Es waren Schmerzen im Magen, die ihn, den scheinbar Unkaputtbaren in die Arztpraxis und dann ins Krankenhaus zwangen. Das lange Zeit unbemerkte Krebsleiden hatte da schon gestreut. Alex hat sich aber nichts anmerken lassen.

Sah er sich bereits als Wiedergeburt? Wartete er auf ein neues Leben? In seiner stoischen Art schien er von indischen und asiatischen Lehren beeinflusst worden zu sein. Er, der Querdenker, der sich viel Zeit nahm wenn andere über ihre Wehwehchen klagten und er ein gutes, tröstendes Wort für sie fand.

Alex konnte Menschen mit seinem spitzbübischen Lächeln für sich gewinnen. Er konnte aber auch streitbar sein. Für die Weserbergland-Nachrichten.de hat er Beiträge zur Hamelner Architektur und zu verfallenden Häusern in der Fußgängerzone geschrieben. Geistreich, pointiert, zornig. Er wollte etwas bewegen. Auch das Andenken an die „Tommys“ lag ihm am Herzen.

Die englischen Pioniere gehörten zu den Stammgästen in der Engelhardt‘schen Kneipe, der „Badewanne“.

Jetzt ist er also weg. Doch: „Niemals geht man so ganz. Irgendwas von Dir bleibt hier“. Trude Herr hat das gesungen. Und die Kölschen Jungs Tommy Engel und Wolfgang Niedecken mit ihr.

Und die Seele erhebt bedächtig ihre Schwingen, hebt ab und zieht hoch oben ihre Kreise der Erinnerung.

Ja, irgendetwas von Alex ist hier geblieben.

Post Scriptum: Und wir lassen den Link folgen eines Beitrages, der über die Arbeiten an dem historischen Gebäude der „Badewanne“ geschrieben worden ist. Von wem wohl? Von Alex natürlich!

http://www.weserbergland-nachrichten.de/hameln/7102-die-alte-und-die-neue-qbadewanneq-in-hameln

 

 

 

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