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Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden stellt Kriminalstatistik 2012 vor
Weserbergland die zweitsicherste Region in Niedersachsen – Zahl der Delikte geht zurück

Hameln (wbn). Erfreuliche Zahlen aus der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/ Holzminden: Am heutigen Freitag haben Kriminaldirektor Ralf Leopold und Kriminaloberrat Jens Laskawy die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2012 vorgestellt – und die präsentiert sich durchaus positiv.

Es habe sich gezeigt, dass die Bürger in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden in einer Region leben, die zu den sichersten in Niedersachsen gehöre. In Sachen Aufklärungsquote stehe die Inspektion landesweit an zweiter Stelle. "Ein Zeichen dafür, dass die strategische Ausrichtung stimmt und die Motivation und Qualifikation aller Mitarbeiter unserer Inspektion sehr hoch sind", deutet Kriminaldirektor Ralf Leopold dieses Ergebnis.

(Zum Bild: Detaillierte Straftatenentwicklung für die Kreise Hameln-Pyrmont und Holzminden – das Diagramm zeigt eindeutig den Rückgang der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr. Grafik: Polizei)

 

 

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Anzahl der Delikte geht zurück

Die Anzahl der im Inspektionsbereich registrierten Straftaten ist zurückgegangen: 12.864 Delikte registrierte die Analysestelle der Inspektion insgesamt, davon 9.226 Straftaten im Landkreis Hameln-Pyrmont und 3.638 im Landkreis Holzminden. Das sind insgesamt 715 Fälle weniger als im Jahr 2011 (minus 5,27 %). Betrachtet man einzelne Deliktsbereiche, so weist die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr erfreulicherweise einen Rückgang bei der Gewaltkriminalität aus. Nachdem 455 Fälle im Jahr 2011 erfasst wurden, ist die Gewaltkriminalität auf nun 405 Fälle gesunken. Zur Gewaltkriminalität zählt die Inspektion die Straftaten gegen das Leben (Mord, Totschlag [13 Delikte]) sowie gefährliche und schwere Körperverletzungen (392). Der positive Trend eines Rückganges zeigte sich zudem bei den Eigentumsdelikten (Einbruch und Diebstahl, -103 Fälle, jetzt 4.361 Delikte) und den Vermögens- und Fälschungsdelikten (Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung, -364 Fälle, jetzt 2.325 Delikte).

Aufklärungsquote weiter auf hohem Niveau

Von den 12.864 registrierten Delikten wurden 8.764 Taten aufgeklärt (und dabei 6.458 Tatverdächtige ermittelt). Die Aufklärungsquote beträgt somit für den PI-Bereich 68,13 %, was einen leichten Rückgang um -0,74 %, aber immer noch ein Ergebnis deutlich über dem Landesdurchschnitt (60,99 %), bedeutet. "Trotz des Rückganges stehen wir mit diesem Ergebnis, wenn man das überhaupt einsortieren will, in diesem Jahr in der Liste Niedersachsens an zweiter Stelle hinter der Inspektion Hannover-Mitte und vor der Inspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land. Das freut uns natürlich sehr. Dass uns das schon seit Jahren gelingt, zeigt auch, dass wir uns mit der richtigen Strategie für die Sicherheitsbelange der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Diesen Weg werden wir fortsetzen", teilt Inspektionsleiter Leopold mit und ergänzt: "Unsere Erfolgsfaktoren sind schnelle und zielgerichtete Ermittlungen, ein enger Kontakt zu den Menschen und den  benachbarten Einrichtungen und Organisationen, die sich mit Sicherheitsfragen befassen, sowie motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiter, die sich rund um die Uhr für unsere Aufgaben einsetzen."

Für einzelne Bereiche wurden folgende Aufklärungsquoten (und Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr) statistisch ermittelt:

  • 92,31 % bei den Straftaten gegen das Leben (+0,64 %),
  • 70,45 % bei Raub- und Erpressungsdelikten (-9,55 %),
  • 94,95 % bei Körperverletzungsdelikten (+0,04 %),
  • 42,44 % bei den Eigentumsdelikten, wie Einbruch, Diebstahl (+1,43 %),
  • 82,75 % bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten, wie Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung (-2,33 %) und
  • 64,26 % bei den sonstigen Straftatbeständen (Widerstand gegen Polizeibeamte, Brandstiftungen) (-1,87 %).

Bei den Straftaten gegen das Leben konnte von 13 Fällen bislang einer jedoch noch nicht aufgeklärt werden.

Rückblick: Am 14. Dezember 2012 hatte ein bislang unbekannter Täter an der Lortzinstraße in Bad Pyrmont einen 40-Jährigen mit einem Messer angegriffen und ihn dabei erheblich verletzt. Der Täter näherte sich von hinten, riss das Opfer an der Schulter herum und stach auf den Mann ein. Vermutlich nur durch die schnelle Reaktion des Angegriffenen wurde dieser lediglich am Brustkorb gestreift und der Stich traf den Oberarm.

Schwerpunkte im Jahr 2013

Damit die Weserregion von Lauenförde bis Hessisch Oldendorf mit ihren rund 230.000 Einwohnern auch weiterhin zu den sichersten im Land Niedersachsen gehört, haben die Führungskräfte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden für das Jahr 2013 bereits Schwerpunkte festgelegt: "Beim Thema Wohnungseinbruch wollen wir auch 2013 neben der Tataufklärung einen Schwerpunkt in der Prävention setzen und dabei wie auch schon im Herbst des Vorjahres auf die Haus- und Wohnungseigentümer zugehen. Durch unsere Kampagne K-EINBRUCH, diese beinhaltet Information, Gespräche mit dem Bürger sowie einer verstärkten Bestreifung der Wohngebiete, wollen wir den im Deliktsfeld ‚Tageswohnungseinbruch‘ leicht angestiegenen Fallzahlen (plus 13 Delikte inspektionsweit) den Kampf ansagen, denn bundes- und landesweit wurde ein deutlich stärkerer Anstieg der Einbrüche verzeichnet. Das wollen wir in unserer Region verhindern", so Ralf Leopold.

Zwei weitere Schwerpunkte nennt Kriminaloberrat Laskawy mit der Bekämpfung der Jugend- und Internetkriminalität: "Was die Kriminalität Minderjähriger angeht, ist diese gestiegen, aber auf dem zweitniedrigstem Stand der letzten 5 Jahre. Im Jahr 2012 wurden (von den insgesamt 12.864 registrierten Delikten) 1.174 Delikte durch Minderjährige begangen. Im Vorjahr waren es lediglich 1.075 Fälle. Die Anzahl der Gewaltdelikte blieb mit davon 246 Delikten (Vorjahr 247) nahezu unverändert. Eine Umkehr der Entwicklung bei den Fallzahlen wollen wir durch weiterhin konsequentes Vorgehen gegen jugendliche Schwellen- und Intensivtäter, aber auch durch die Bekämpfung von übermäßigem Alkohol- und verbotenem Drogenkonsum erreichen", sagte der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, der in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit anderen Behörden, etwa Schulen und Jugendämtern, lobte. "Die Ermittlungen bei der Internetkriminalität sind komplex und erfordern Spezialwissen. Beispielhaft seien hier die Fälle von Erpressung der Computernutzer über Schadsoftware genannt. Die Fortbildung unserer Experten für die Bekämpfung von Internetkriminalität verfolgen wir daher auch in 2013".

 

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