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Einigung bis zum nächsten Jahr erwartet

Eine "halbe Stelle" ist zu wenig - hürdenreicher Weg zur "Sportregion Weserbergland"

Mittwoch 27. August 2014 - Hameln/Holzminden (wbn). Die Uhr tickt. Bis zum Jahr 2015 muss die Kooperationsvereinbarung der Kreissportbünde von Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg vereinbart werden. Dann entsteht die „Sportregion Weserbergland“. Allerdings nicht so freiwillig wie ursprünglich erhofft.

Schon beim letztjährigen Kreissporttag in Brünnighausen stand das Thema „Sportbünde 2015“ im Zentrum. Und langsam wird die Zeit knapp. Denn eine Kooperationsvereinbarung soll bis zum 1. Januar 2015 unterzeichnet sein. Aus gegebenem Anlass hatte der Vorstand des Kreissportbunds Hameln-Pyrmont (KSB) im Rahmen seines Hauptausschusses zum Dialog mit den heimischen Bundestagsabgeordneten eingeladen. Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) und Michael Vietz (CDU) waren im Clubhaus des Rudervereins Weser die Adressaten.

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„Zunächst ging es um einen freiwilligen Zusammenschluss der Kreissportbünde. Jetzt ist er mit Zwang versehen“, informierte KSB-Chef Fred Hundertmark. Wichtiger Bestandteil der Kooperationsvereinbarung, die den KSB Hameln-Pyrmont mit seinen Nachbarn aus Schaumburg und Holzminden zur „Sportregion Weserbergland“ verbindet, ist die Beschäftigung zweier hauptamtlicher Sportreferenten, die ein sportwissenschaftliches Studium als Qualifikation vorweisen müssen

Aktueller Stand: Hameln-Pyrmont muss sich einen dieser Mitarbeiter mit Holzminden teilen, bekommt folglich nur eine halbe Stelle. Schaumburg wird die andere Kraft dagegen zu 100 Prozent zugewiesen. „Das ist uns zu wenig“, stellt Hundertmark klar - und erntet dafür deutlich sichtbare Zustimmung in der Runde.

Es gehe, so Hundertmark, um „Verdrängungsprozesse“, mehr Hauptamtlichkeit, „weil das Ehrenamt abnimmt“. Und um die demographische Entwicklung, die auch dem Sport zu schaffen macht. Nicht nur in Hameln-Pyrmont. Überall! Vor zehn Jahren hatten die heimischen Sportvereine 63.000 Mitglieder. Jetzt zählt der KSB nur noch 52.000. „Auch das Freizeitverhalten ist anders geworden. Wir müssen uns gemeinsam überlegen, wie wir dieser Entwicklung Einhalt gebieten“, alarmiert Hundertmark.

Die Bundestagsabgeordneten nehmen die Informationen aus ihrem Wahlkreis mit nach Berlin. Auf der Tagesordnung stand auch das Verfahren zur Inanspruchnahme von Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket. Nach übereinstimmender Aussage der Fachleute sei das Verfahren zur Inanspruchnahme inzwischen weitestgehend vereinfacht worden und zudem auch eine umfassende Beratung und Hilfestellung durch die Sachbearbeiter beider Behörden gewährleistet. Gegenüber den Vorjahren sei ein Anstieg der ausgeschütteten Mittel festzustellen. Die Tatsache, dass „nur“ für rund 40 Kinder Beiträge für Sportvereine gezahlt werden, könne und werde auch in der Struktur und Mentalität der berechtigten Familien liegen – und könne somit nur schwierig beeinflusst werden, hieß es.

 

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