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Voranfahrender Rettungswagen konnte noch ausweichen

Kalkulierter Sabotageakt? Notarztwagen bei Einsatzfahrt "außer Gefecht" gesetzt

Freitag 26. Dezember 2014 - Horn Bad Meinberg (wbn). Zwischenfall bei einem Rettungseinsatz auf der Hamelner Straße bei Horn Bad Meinberg.

Ein Rettungswagen konnte gerade noch ein auf der Straße liegendes Hindernis so überfahren, dass das Fahrzeug nicht beschädigt wurde. Doch den unmittelbar folgenden Notarztwagen hat es dann voll erwischt. Der Bodenabstand war einfach zu gering und der Motor wurde derart beschädigt, dass sich das Motoröl komplett auf die Straße ergoss. Hatten Unbekannte das Hindernis - die Bodenhülse eines Leitpfostens - absichtlich auf die Straße gelegt?

 

Fortsetzung von Seite 1

Die Einsatzfahrt war unfreiwillig zuende. Nachfolgend der Polizeibericht aus Lippe: „Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro entstand an einem Notarztwagen des Kreises Höxter bei einem Verkehrsunfall auf der Hamelner Straße in Höhe einer Tankstelle am 2. Weihnachtsfeiertag gegen 2.40 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt fuhren ein Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe Lippe und der Notarztwagen im Rahmen eines Rettungseinsatzes mit Sonderrechten in Richtung Detmold.

Der 24-jährige Rettungswagenfahrer bemerkte plötzlich in einer Kurve einen Gegenstand, der auf seiner Fahrspur lag, schaffte es aber, diesen mit seinem Mercedes Sprinter mittig zu überfahren, so dass der Gegenstand nur leicht unter dem Fahrzeugboden anschlug. Der 46-jährige Fahrer des unmittelbar nachfolgenden Notarztwagens sah den Gegenstand im letzten Moment, konnte nicht mehr ausweichen und versuchte, das Hindernis ebenfalls mittig zu überfahren. Aufgrund des geringeren Bodenabstandes des Audis schlug der Gegenstand mit großer Wucht unter das Fahrzeug und beschädigte den Motor derart, dass das gesamte Motoröl auslief und der Audi kurze Zeit  später fahruntüchtig war.

Der Wagen musste abgeschleppt werden und die Feuerwehr wurde zum Abstreuen der Ölspur angefordert. Bei der Unfallaufnahme stellte sich dann heraus, dass es sich bei dem überfahrenen Hindernis um die metallene Bodenhülse eines Leitpfostens handelte. Es ist nicht auszuschließen, dass die Hülse von unbekannten Personen auf die Fahrbahn gelegt worden ist. Von den beiden Fahrzeugführern wurden in unmittelbarer Nähe des Unfallortes mehrere Personen gesehen, die den Vorfall beobachtet haben könnten aber zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme vor Ort nicht mehr angetroffen wurden.

Diese Personen werden gebeten, sich als Zeugen beim Verkehrskommissariat Detmold unter der Telefonnummer 05231 / 6090 zu melden.“

 

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