Friedensmarschierer Helmut Eichmann zeigt sich über Vorgang in Delmenhorst entrüstet

Armes Deutschland! Uneigennützige Spendensammler der Kriegsgräberfürsorge als Bettler eingestuft und verboten

Donnerstag 23. November 2017 - Delmenhorst (wbn). Armes Deutschland. „Betteln untersagt“ – mit dieser Begründung sind Spendensammler der Kriegsgräberfürsorge vom Marktplatz in Delmenhorst des Platzes verwiesen worden.

Die Spendensammlung findet alle Jahre bundesweit statt. Übrigens auch im Weserbergland. Zu den Spendensammlern in Delmenhorst zählten sogar der Bürgermeister Hermann Thölstedt und Soldaten der Adelheider Streitkräftebasis.

 

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Die Sammler für die angesehene Kriegsgräberfürsorge weisen jeden Vorwurf zurück, gegen die geltende Marktordnung verstoßen zu haben. Einige Teilnehmer haben schon seit zehn Jahren unbeanstandet gesammelt. Und das bekanntermaßen unaufdringlich. Weshalb die zuständige Mitarbeiterin der Delmenhorster Stadtverwaltung das jetzt anders sieht, bleibt ein Rätsel. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, bedauert inzwischen der Oberbürgermeister Axel Jahnz den Vorgang.

Der überregional durch seinen Friedensmarsch bekannt gewordene Bad Pyrmonter Ortsvorsitzende des Volksbundes Deutscher Kriefgsgräberfürsorge Helmut Eichmann zeigt sich im Gespräch mit den Weserbergland-Nachrichten.de verblüfft und erklärte: "Diese Sammlungen sind bundesweit sehr wichtig, in Delmenhorst genauso wie in Bad Pyrmont, Hameln oder Hannover, weil Kriegsgräber wichtige Mahnmale für den Frieden sind. Und sie sind heute sogar wieder wichtiger denn je. Ich verurteile die ermessenswidrige Vorgehensweise einer offenbar geschichtslosen Sachbearbeiterin in Delmenhorst, die mit ihrem Verbot der Sache ganz offensichtlich nicht gerecht geworden ist. Wenn wir betteln, dann allenfalls um die nötige Aufmerksamkeit für die Erhaltung des Friedens."