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Der Kommentar

In Merkels Berlin fehlt die Trauerkultur

Von Ralph L o r e n  z

Es gibt ein Agentur-Bild, das die Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin zeigt. Im Gedenkgottesdienst in der Kirche. In der ersten Reihe.

Mit versteinertem Gesicht und dem ganzen Who is who der Berliner Bundespolitik. Sie stehen eng zusammen, die Repräsentanten des Staates, auch Pfarrer Gauck. So eng zusammen, dass kein Platz ist für die, um die es wirklich geht. Um die Hinterbliebenen der Opfer, die zu betrauern vorgegeben wird. Das Bild geht um die Welt. Ist wirklich niemandem aufgefallen, dass in all der Staats-Betroffenheit die Betroffenen fehlen? Es zeigt die Herzlosigkeit der Pfarrerstochter Angela Merkel. Doch wer konnte dieses Foto schon zutreffend dechiffrieren? Allenfalls die Trauernden selbst, die Nichteingeladenen.

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Angela Merkel in ihrer staatstragenden Frömmigkeit war gar nicht aufgefallen,  dass nicht sie einen nahen Angehörigen durch den Terroranschlag verloren hat, sondern die unschuldigen Menschen, denen der seit 2015 staatsbekannte Islamist, Gefährder und nunmehrige Terrorist Anis Amri den Vater, den Geliebten, die Angehörige genommen hat. Und ausgerechnet für diese fassungslosen, Leid tragenden Hinterbliebenen war kein Platz in diesem Gedenkgottesdienst! Sie waren gar nicht eingeladen worden. Und die, die sich selbst einluden, wurden nicht hineingelassen. Unter Hinweis auf die bedeutenden Gäste und die Sicherheitslage. Erneut hatte das mit sich selbst beschäftigte Berlin seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Jetzt, ein Jahr danach, ist von der Kanzlerin zu hören, „wie wichtig“ ihr das Treffen mit den Opfer-Angehörigen sei. „Sehr wichtig“ sogar.  Da ist es wieder, das abgezirkelte „Politik-Sprech“ der Kanzlerin, die angeblich alles vom Ende her denkt und sich für diese überlegen-überlegte Sachlichkeit in den Gazetten rühmen lässt.

Dem sei entgegengehalten: Das Merkelsche Berlin hat keine „Trauerkultur“. Routinierte Zeichensetzerei, möglichst zur besten Sendezeit. Das war’s aber schon.

Wie es anders geht haben die Franzosen gezeigt. Und die Queen. Sie war nach dem Anschlag auf das Stadion in Manchester an das Krankenbett der Überlebenden geeilt. Die Tränen, die in ihren Augenwinkeln glänzen, sind echt.

Die „Große Koalition“, sollte sie denn in Berlin zum Wiedergänger werden, muss noch Größe lernen. Menschliche.

 

 

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