Aufruf zur Sitzdemonstration - Treffpunkt Bahnhof Emmerthal

Niedersachsens Jusos machen gegen den MOX-Atomtransport nach Grohnde mobil

Grohnde (wbn). Niedersachsens Jusos macht gegen die MOX-Atomtransporte in Hameln-Pyrmont und in Hannover mobil. „Knapp zwei Monate nach dem Castor soll schon wieder ein Transport mit hochgiftigen Brennelementen durch Niedersachsen rollen. Das ist für uns Jusos nicht hinnehmbar!“, macht Jonathan Schorling, Juso-Landesvorsitzender, deutlich.

„Die MOX-Transporte gehören nicht auf unsere Straßen. Wir wollen nicht weiter unter dem schwarz-gelben Atom-Irrweg leiden und fordern einen umgehenden Stopp der Transportplanungen“, gibt er in Richtung der CDU/FDP- Landesregierung zu verstehen.  Die Transportbehälter seien zwar mittlerweile relativ sicher gebaut, aber niemand könne letztlich menschliches Fehlverhalten ausschließen. Auch die Region Hannover wird wahrscheinlich vom Transport betroffen sein. Daher werde man hier besonders für eine Teilnahme an der „Sitzprobe“ vor dem AKW Grohnde mobilisieren, ist aus Kreisen des Juso-Bezirks Hannover zu hören.

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„Wir wollen zeigen, dass wir mit den gefährlichen MOX-Transporten in keinster Weise einverstanden sind, andererseits aber auch die schwarz-gelbe Lobbypolitik  für Unternehmen wie zum Beispiel E.on auf das Schärfste verurteilen“, so ihr Sprecher Daniel Brunkhorst. Dem schließen sich die besonders betroffenen Jungsozialisten aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont an, in dessen Gebiet das Atomkraftwerk Grohnde liegt.

„Mit der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke hat die CDU/FDP-Bundesregierung dem wachsenden Markt der erneuerbaren Energien einen Dolchstoß verpasst - aber in gewisser Weise auch dem Weserbergland,“ meint Torben Pfeufer, Vorsitzender der Jusos Hameln-Pyrmont. Er fordert  daher vor allem junge Menschen in der Region auf, sich an der Sitzdemonstration am 15. Januar um 13 Uhr (Treffpunkt Bahnhof Emmerthal) zahlreich zu beteiligen.