Rostlaube auf Rädern macht Südniedersachsen unsicher

Irre! Bremsdruckbehälter nur festgebunden: 31 gute Gründe weshalb der Lkw nicht weiterfahren durfte - Ungarn-Brummi auf der B1 in Coppenbrügge stillgelegt

Sonntag 18. Februar 2017 - Coppenbrügge (wbn). Da staunten die Polizisten nicht schlecht: Bei einer Verkehrskontrolle fischten sie einen ungarischen Lastwagen auf der Bundesstraße 1 in Coppenbrügge aus dem Verkehr, der gleich 31 zum Teil ganz erhebliche Mängel aufwies.

Dabei schoss ein provisorisch nur mit einem Zurrgurt befestigter Bremsbehälter den Vogel ab. Soviel Kreativität unterm Lastwagen hatten die Polizisten nun doch nicht erwartet und für die Nachwelt im Bild festgehalten. Der Brummi-Fahrer aus Ungarn musste einsehen, dass es mindestens 31 Gründe gab, weshalb er das Fahrzeug an Ort und Stelle stehen lassen musste.

(Zum Bild: Osteuropäische Improvisationskunst, die allerdings nicht den Beifall der Polizei gefunden hat - festgezurrter Bremsdruckbehälter. Foto: Polizei Bad Münder)


Fortsetzung von seite 1

Nachfolgend der Polizeibericht aus Coppenbrügge im Wortlaut: „Ein erheblich verkehrsunsicherer Lkw konnte  durch die Polizei aus dem Verkehr gezogen werden. Beamte des Einsatz- und Streifendienstes des Polizeikommissariates Bad Münder nahmen am Donnerstag, den 16.02.2017, an einer länderübergreifenden Lkw-Kontrolle teil. Im Zuge der Kontrolle wurde ein ungarischer Lkw auf der Bundesstraße 1 in Coppenbrügge angehalten. Während dieser Fahrzeugkontrolle wurden neben der Fahrtüchtigkeit des Fahrers auch die Lenk- und Ruhezeiten, sowie der technische Zustand des Fahrzeugs überprüft.

Den geschulten Blick der Polizeibeamten vielen sofort erhebliche Mängel auf. Neben den verschlissenen Vorderreifen und einem erheblich verrosteten Fahrzeugrahmen konnte auch ein mangelhaft befestigter Bremsdruckbehälter festgestellt werden. Der Druckbehälter wurde "äußerst unfachmännisch" mit einem handelsüblichen Zurrgurt an dem Fahrzeugrahmen befestigt.

Um die Verkehrstauglichkeit des Lkw  zu überprüfen, wurde er einer Hauptuntersuchung zugeführt. Die Beamten staunten nicht schlecht; es wurden insgesamt 31 !! Fahrzeugmängel festgestellt. Drei Mängel wirkten sich unmittelbar auf die Verkehrssicherheit aus und 26 Mängel wurden als erheblich eingestuft.

Nach Rücksprache mit der Zulassungsstelle des LK Hameln-Pyrmont wurde der ungarische Lkw stillgelegt, die Weiterfahrt wurde untersagt. Der Fahrzeugführer war neben der Kostenübernahme der Hauptuntersuchung und der Zahlung eines Bußgeldes auch gezwungen, einen Transport seines nun zwangsweise abgemeldeten Lkw zu organisieren. Bis dies abschließend geschieht, versieht er eine unfreiwillige Ruhepause auf einem Stellplatz, natürlich abseits des öffentlichen Verkehrsraumes.“