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Ein Geschenk für Coppenbrügge

Melanie Voß als neue Diakonin für Coppenbrügge, Am Ith und Ith-Nesselberg eingeführt - Blick über den eigenen Kirchturm hinaus

Von Björn Stöckemann

Sonntag 10. September 2017 - Coppenbrügge (wbn). Glückwunsch! Melanie Voß ist neue Diakonin des Flecken Coppenbrügge.

Superintendent Christian Castel führte sie am heutigen Sonntag in das Amt ein. Der Gottesdienst in der St. Nicolai-Kirche war gleichzeitig Abschluss seiner Visitation der Gemeinden Coppenbrügge, Ith-Nesselberg sowie Am Ith. Zwei Wochen besuchte Castel die Gemeinden. „Das kirchliche Leben um den Ith gestalten Haupt- und Ehrenamtliche mit großem Engagement“, lobte er.

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Ungenießbar wäre jede Mahlzeit ohne Salz. Das Mineral ist im Grunde wertvoller, auf jeden Fall wichtiger als Gold. „Ihr seid das Salz der Erde“, steht dementsprechend im Evangelium nach Matthäus. Ein Bild, ein Gedanke, der zentral für den Gottesdienst in Coppenbrügge war. „Wir kennen den Wert von Ihnen allen“, bestätigte Superintendent Castel den Gemeindemitgliedern. Welchen Beitrag die Menschen im Flecken Coppenbrügge leisten, davon boten die vergangenen Tage eine Kostprobe.

Die Visitation führte in den Kindergarten und zum Bürgermeister, zur Jugendarbeit, ins Flüchtlingscafé und in eine Seniorenresidenz, in die Fabrik der Wini Büromöbel und zur Chorprobe der Music Connection. „Sie alle bringen sich mit Fleiß und Leidenschaft ein – auch über Gemeindegrenzen hinaus.“ Keine Selbstverständlichkeit, in den drei Gemeinden von Coppenbrügge aber Alltag. Das zeigt sich vor allem an der Zusammenarbeit der drei Kirchenvorstände. Besonders hervor hob Christian Castel das evangelische Familienzentrum evfa. „Ich habe es nie leer erlebt. Eine Erfolgsgeschichte für kirchlich getragene Gemeinwesenarbeit.“

Sechs Jahre liegt die vorangegangene Visitation zurück. In dieser Zeit hat sich um den Ith viel verändert, nicht alles zur Freude des Superintendenten. Der Bevölkerungsschwund ist auch hier bemerkbar. Die Gemeinde Am Ith zählt 400 Mitglieder weniger, in Nesselberg sind es sogar 500. „Davor dürfen wir nicht die Augen verschließen.“ Vakanzen und Stellenstreichungen könnten die Folge sein. Auch die Stelle der Diakonin stand auf der Kippe. „Ich war skeptisch“, gesteht Castel. Er hatte Voß als Ehrenamtliche im Ambergau kennengelernt. An der Person hatte er keine Zweifel, aber die Qualifikation fehlte ihr. Doch der Wunsch aus der Gemeinde war eindringlich. Drei Jahre absolvierte Melanie Voß ihre Ausbildung berufsbegleitend. „Heute kann ich aus vollem Herzen sagen, dass es eine gute Entscheidung war.“

Die jetzige Diakonin hat damit ihr Hobby zum Beruf gemacht. „Wir wünschen Ihnen, dass Sie diese Freude beibehalten.“ Für die Gemeinde sei das ein Geschenk, findet Castel. Denn, wie der biblische Spruch über das Salz der Erde verdeutlichen soll: Stärke, Freude, Leidenschaft – eben: menschliche Würze – stecken in jedem. Ein Geschenk an die Gemeinde also, weil ab jetzt ein engagiertes Mitglied aus vollen Kräften mitwirken kann. Trotz der Herausforderungen in den kommenden Jahren geht Castel zuversichtlich aus Coppenbrügge. „Sie schauen nämlich über den eigenen Kirchturm hinaus.“

 

 

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