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Delegation aus Marienau und Coppenbrügge war heute im Verkehrsministerium in Hannover vorstellig geworden

Minister Bode: Coppenbrügger Ortsumgehung auf Platz 13 der Landesvorhaben in Niedersachsen

Coppenbrügge (wbn). Die Ortsumgehung der Bundesstraße 1  bei Coppenbrügge und Marienau ist auf der Liste der dringlichen Straßenbauvorhaben in Niedersachsen auf Platz dreizehn.

Das haben heute Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka und Fritz Bretzing als Sprecher der Marienauer Bürgerinitiative „Ortsumgehung jetzt“ von Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode bestätigt bekommen. Bei dem Gespräch waren auch die heimischen Landtagsabgeordneten Uli Watermann (SPD) und Ursula Körtner (CDU) zugegen, um den Coppenbrüggern im Ministerium Rückendeckung zu geben. Die Platzierung könne eine „super Stellung“ bedeuten, wenn wie im vergangenen Jahr 800 Millionen Euro für den Straßenbau in Niedersachsen zur Verfügung stehen würden und damit die dringlichen Vorhaben im Land zügig abgearbeitet werden, hieß es im Coppenbrügger Rathaus. Allerdings sind in diesem Jahr „nur“ 550 Millionen Euro im Topf. Peschka: „Auf ein verbindliches Jahr für den Baubeginn wollten sich der Minister und sein Referent nicht festlegen.“ Nach Einschätzung von Fritz Bretzing könne der Baustart frühestens 2015 oder 2016 erfolgen. Vorausgesetzt, es würden keine Einwände innerhalb der am 22. Februar endenden Auslegungsfrist für die Umgehungsstraßen-Planung erhoben.

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Bretzing zu den Weserbergland-Nachrichten.de: „Ich möchte nicht, dass die Ortsumgehung nochmals verschoben wird.“  Die Botschaft aus den Gesprächen mit dem Landesminister Bode und dessen Referenten Wagner war eindeutig: Im Prinzip hängt alles von der Frage ab wieviel Geld die Bundesregierung für den Straßenbau zusätzlich locker machen kann. In den zurückliegenden Jahren war sie immerhin für Überraschungen gut, als sie über die ursprünglich avisierten 500 Millionen Euro hinaus nochmals zur Ankurbelung der Konjunktur 300 Millionen Euro zusätzlich in den Hut warf. Damit wird klar: Auch Niedersachsen hängt im Verkehrswegebau am Tropf aus Berlin. Im Jahr sind auf Landesebene drei bis vier Straßenneubauten möglich.

Der Region Hameln wurde bescheinigt, alle erforderlichen Vorarbeiten für die B 1-Ortsumgehungen erledigt zu haben. Fritze Bretzing hat aber im Ministerium auch keine Zweifel daran gelassen, dass er mit seinen Marienauern weiterhin Dampf machen werde. Dazu will er verstärkt den Ortskern Coppenbrügge einbinden, der ebenso unter dem Schwerlastverkehr leidet. Und auch im Landesverkehrsministerium ist noch in Erinnerung, dass sich gerade zu dieser Jahreszeit vor Jahren der schwere Schulbusunfall ereignet hatte, bei dem ein Sattelschlepper in vereister Kurve mit überhöhter Geschwindigkeit den Schülerbus wie eine Konservendose aufgeschlitzt hatte.  Zwei Kinder und ein Erwachsener waren dabei ums Leben gekommen, zahlreiche Kinder zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Der Busunfall hat bis heute einen ganzen Ort traumatisiert. Gemeindebürgermeister Uli Peschka hat in den Berliner Ministerien bereits Flagge gezeigt und Fritz Bretzing wird es auf seine Weise tun.

Dass die Coppenbrügger Ortsbürgermeisterin Karin Dröge neben den Marienauer Ortsrat Cord Bormann heute Nachmittag mit ins Ministerium  nach Hannover gefahren war, zeigt die breite Unterstützung in der Bevölkerung. Allerdings ist die Coppenbrügger Geschäftswelt auch von gemischten Gefühlen getragen. Einigen dämmert es, dass mit dem Verkehrsfluss auch der Kundenfluss um den Flecken vorbeigewinkt werden könnte.

 

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