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So nass war es noch nie!

10.000 Felgenfest-Teilnehmer haben an der Regenfront Wind und Wetter getrotzt

Von Sandra Lummitsch

Hameln (wbn). Es war das feuchteste Felgenfest aller Zeiten. „Das Wetter hat uns in diesem Jahr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Landrat Rüdiger Butte, als er gegen 13 Uhr nach einer regenreichen Fahrt von Hameln nach Großenwieden das Fahrrad abstellte.

"Leider“, so Butte weiter „ist das Wetter eine Komponente, auf die wir mit Blick auf den Veranstaltungstag keinen Einfluss haben.“ Besonders hart traf es vor allem die vielen Geschäftsleute, Aussteller und Standbetreiber entlang der 55 Kilometer langen Strecke, die auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm für die Besucherinnen und Besucher vorbereitet und auf gutes, zumindest trockenes, Wetter gehofft hatten. Im Gegensatz zu den Vorjahren konnten die vielen mobilen Einsatzhelfer von der Polizei, der Feuerwehr und dem DRK auf verschiedenen Streckenabschnitten diesmal nur mäßiges Teilnahmeinteresse feststellen.

(Zum Bild: Blick von oben auf dieTristesse dieses Regentages. Das Felgenfeswt bei Großenwieden. Foto: Pape/Polizei Hameln)

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Einziger Lichtblick an diesem Tag waren die rund 10 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Wetterkapriolen trotzten und den autofreien Sonntag in warmer, wetterfester Kleidung für eine Fahrradtour oder unter dem Regenschirm für einen Spaziergang nutzten. Auch die sonst so zahlreich besuchte und allseits beliebte Weserüberquerung in Großenwieden litt unter den ungünstigen Wetterbedingungen. Dennoch freute sich der diensthabende Oberfeldwebel Kickelbick über das rege Interesse an der Faltschwimmbrücke, die in diesem Jahr Premiere beim Felgenfest hatte. „Es gab zahlreiche Anfragen von den Teilnehmern, die sich für den Aufbau und die Technik der Brücke interessierten“, so Kickelbick.

Die Überquerung der Weser in Großenwieden wurde in diesem Jahr erstmals durch den Einsatz der Bundeswehr ermöglicht. Die Pioniere der 4. Kompanie des schweren Pionierbataillons 130 hatten eine Faltschwimmbrücke über die Weser geschlagen und sind damit in die Fußstapfen der „alten Brückenbauer“, genauer gesagt der britischen Soldaten des 23. amphibious Pioneer Squadrons, getreten. Oberstleutnant Koch zu diesem Vorhaben: „ Damit konnten wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Im Vordergrund stand an diesem Tag natürlich die sichere Überquerung der Weser von Fußgängern und Radfahrern. Die Einheit hat diesen Einsatz aber gleichzeitig als Übungseinsatz genutzt, der letztlich praktischen Ausbildungszwecken diente. Stellt man sich vor, dass anstatt mehrerer tausend Felgenfestteilnehmer genauso viele Flüchtlinge und/oder Evakuierende die Brücke nutzen könnten, haben wir praktisch gedanklich einen Katastrophenfall geprobt, in dem die Faltschwimmbrücke als Rettungsweg das Überleben gesichert hat.“

Aus Sicht der Ordnungshüter und der vielen freiwilligen Einsätzkräfte verlief der autofreie Sonntag ohne größere Vorkommnisse; das DRK bilanzierte sieben kleinere Einsätze.

Der jährlich stattfindende „autofreie Sonntag“ hat sich als familien- und klimafreundliches Highlight zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders für die Weserregion etabliert und wird gemeinsam mit den Nachbarlandkreisen Holzminden und Schaumburg veranstaltet.

„Auch wenn das Felgenfest in diesem Jahr im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen ist, freue ich mich schon heute auf den nächsten autofreien Sonntag, der am 2. Juni 2013 stattfindet“, so Butte „und ich bin zuversichtlich, dass wir dann auch wieder mehr Glück mit dem Wetter haben.“

Aus Sicht des Einsatzleiters Dietmar Müller, Polizeihauptkommissar bei der Polizei in Hameln, war es „nicht nur das regenreichste sondern auch das ruhigste Felgenfest unter meiner Einsatzleitung.“

Nicht vergessen: das nächste Felgenfest ist am Sonntag, den 2. Juni 2013!

Hinweis zur Autorin: Sandra Lummitsch, die Verfasserin dieses Beitrages, ist Pressesprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont

 

 

 

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