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Der Kommentar

Kaltes Ostern, heiße Köpfe - von der anhaltenden Einäugigkeit der Ostermarschierer

Von Ralph L o r e n z

Osterfest 2013. Ein Fest für Hitzköpfe, nicht für Friedensmarschierer. Da ist die üble Kriegsrhetorik aus dem Epizentrum des staatlich organisierten Wahnsinns, aus Nordkorea. Eigentlich müsste allein schon dieser Vorgang Millionen Friedensmarschierer und routinierte Osterprotestler auf die Straßen treiben.

Zwischen der Lächerlichkeit und dem Imponiergehabe des nordkoreanischen Diktators ist genug Spielraum für alle, die von außen in den Hauptstädten dieser Welt  „ein Zeichen setzen wollen“.  Ein Stoppsignal. Aber an dieser Front herrscht entlarvende Ruhe. Die Erklärung: Es handelt sich dummerweise um einen Kriegstreiber aus dem finstersten Loch dieser Welt, das der Kommunismus noch als realsozialistisches Restrisiko des vergangenen Kalten Krieges in die Neuzeit gerettet hat. Wo, bitteschön sind die Menschenmassen, die gegen diesen Wahnsinnigen auf die Straße gehen und seine Isolation auf der Straße sichtbar machen? Die Ostermarschierer waren doch sonst so stolz auf ihre gut organisierte angebliche Spontanität – etwa wenn es einseitig gegen die USA ging, zu Zeiten der Nachrüstungsdebatte und der darauf folgenden Massen-Demo im Bonner Hofgarten? Wo bleibt die übliche Zeichensetz-Rhetorik von der Kirchenkanzel?

 

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Aber ihre Glaubwürdigkeit hatten die Friedensmarschierer schon vorher verloren. Die besorgniserregende Entwicklung in Nordkorea wäre eine Chance gewesen Glaubwürdigkeit und Reputation wiederzuerlangen. Einmal einäugig, immer einäugig.

Einem besonderen Fall von Einäugigkeit entspringt auch die Hetz-Äußerung von Bekir Bozdag. Der Mann ist kein Geringerer als der türkische Vize-Ministerpräsident und hat sich zu der absurden Frage verstiegen warum in Deutschland  „immer nur in Wohnhäuser von Türken Brände ausbrächen“. Und nach Hinweisen auf technische Gründe für die jüngsten Hausbrände variierte er die Frage mit der verbalen Zündelei, warum es „nur in von Türken bewohnten Häusern defekte Stecker“ gäbe. Das ist in Wirklichkeit die Sprache der Brandstifter und der Volksverhetzung. Wäre der Anlass nicht so tieftraurig und makaber müsste über so viel abgrundtiefe Dreistigkeit gelacht werden. Dieser Mann sollte einmal mit deutschen Feuerwehrleuten über ihre täglichen Brandeinsätze und deren Ursache sprechen. Besonders schlimm, Bozdag ist in der türkischen Regierung für die Belange der vielen Millionen Auslandstürken zuständig. Auf solche faulen Ostereier kann Europa verzichten. Übrigens: Der Besitzer des Kölner Gebäudes, in dem jüngst ein Feuer ausgebrochen war, ist ein Türke. Die Brandopfer: Ein Deutscher und eine albanische Frau!

Nur gut, dass die in Deutschland lebenden Türken in der Mehrzahl eine klarere Sicht der Dinge haben als der Demagoge in Ankara mit seiner Ferndiagnose.

Eines der kältesten Osterfeste mit Eis und Schnee ist zugleich ein Fest der Hitzköpfe und Schreihälse geworden. Es wird Zeit, dass der Frühling kommt – mit dem internationalen Tauwetter der Vernunft. Es reicht schon wenn das Wetter verrückt spielt.

 

 

 

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