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Mehr als 200 Trauergäste in Delligsen

Der Pastor des kleinen Julian ringt um Worte: "Unsere Herzen schreien angesichts des Unvorstellbaren..."

Delligsen (wbn). "Unsere Herzen schreien angesichts des Unvorstellbaren, das Julian angetan worden ist" – der Gemeindepfarrer von Delligsen, Bernhard Knoblauch, hat heute in einem bewegenden Abschiedsgottesdienst für den brutal getöteten fünf Jahre jungen Julian versucht die allgemeine Betroffenheit über die abscheuliche Bluttat des eigenen 26-jährigen Stiefvaters in Worte zu fassen.

Gut 250 Menschen hatten sich zu dem Gottesdienst in der kleinen evangelisch-lutherischen  St.-Georgs-Kirche von Delligsen eingefunden. Darunter auch der Landesbischof der Lutherischen Landeskirche Braunschweig, Friedrich Weber. Eines der wichtigsten Aufgabenfelder der Kirche sei es, Kindern einen geschützten Raum zu bieten, sagte der hochrangige Kirchenvertreter und musste gleichzeitig einräumen, dass das Geschehen dennoch für die Kirche nicht vorhersehbar gewesen sei. Noch immer herrscht in der Bevölkerung von Delligsen Fassungslosigkeit über die Gewaltorgie des Lebenspartners der Mutter, der bei der bestialischen Tat unter Drogeneinfluss gestanden haben soll, wie er selbst einräumte. Auch gestandene Feuerwehrleute und Polizisten waren den Tränen nahe als sie den geschundenen Körper des Kindes unter Schutt und Gerümpel auf dem Grundstück des Elternhaues fanden.

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Eine ganze Nacht lang hatten Feuerwehrleute, Polizisten und viele Dorfbewohner zusammen mit den leiblichen Eltern nach dem zunächst als vermisst gemeldeten Kind in Delligsen gesucht. An der verzweifelten Suche hatte sich zur Täuschung auch der Täter beteiligt. „Was wir an Julian versäumt haben, das vergib“, bat der Delligser Pfarrer Knoblauch in seiner Predigt. Auch das Jugendamt ist um Erklärungen bemüht. War doch dem Amt der Stiefvater von der Mutter sogar vorgestellt worden. Er solle keine Auffälligkeiten gezeigt haben, hiess es entschuldigend.

Für einen Drogenmissbrauch hatten die Behördenmitarbeiter aus Holzminden keine Hinweise gesehen. Nur Nachbarn soll das aufbrausende Verhalten des Täters aufgefallen sein. Angeblich hätten sie auch gewusst, dass der 26-Jährige Drogen konsumiert. Die Jugendbehörden hatten jedoch keine Mitteilung erhalten. Im Gegensatz zum öffentlichen Abschiedsgottesdienst erfolgt die Beerdigung des Kindes jetzt in aller Stille.

 

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