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Hendrik Heil und sein kaltblütiger Hannes fröhnen einem alten Beruf

Holzrücken mit nur einem PS - die naturschonende Art der Holzernte im Weserbergland

Von Joachim Hansmann

Grohnde (wbn). Welch Idylle. In der Revierförsterei Ottenstein ist momentan ein Pferd beim Herausziehen von Baumstämmen zu beobachten.

Grund für diese eher seltene Methode sind die empfindlichen Böden im ausgewählten Bestand. Das ist für Rücke-Unternehmer Hendrik Heil und sein fünfjähriges Pferd Hannes kein Problem, denn sie hinterlassen hier kaum Spuren.

Der zuständiger Revierleiter Torsten Farries erklärt, warum er sich für diese Methode entschieden hat: „In den allermeisten Fällen bringen wir das Holz mit unseren modernen Maschinen genauso bodenpfleglich und wirtschaftlich an den Waldweg, aber in diesem sehr engen Bestand und den schwierigen Bodenverhältnissen ist der Pferdeeinsatz ideal, zumal die Bäume auch nicht sehr stark dimensioniert sind.“

Unternehmer Heil aus Lenne arbeitet zu zweit, so wie es die Sicherheitsbestimmungen auch vorschreiben.

(Zum Bild: Ein Erfolgsgespann: Hendrik Heil mit seinem baumstarken Hannes. Foto: Hansmann) 

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Er fällt zunächst einige Bäume konventionell mit der Motorsäge, während sich seine Frau um das „rheinisch-deutsche“ Kaltblutpferd kümmert. Liegen die Bäume am Boden, kommt Hannes zum Einsatz: Unter dem Kommando seines Herrn zieht er die Bäume an die Schneise. Hat sich ein abgeschnittener Baum mal in einem anderen aufgehängt, kann er diesen gleich gefahrlos herunter ziehen. Heil hat das Pferderücken bisher als Hobby betrieben, ab dem Sommer dieses Jahres ist er professionell im Einsatz.

Für ein Rückepferd ist Hannes mit seinen fünf Jahren eher ein Youngster, es ist jetzt  seine erste Saison. Bis zu ihrem 20. Lebensjahr können die robusten Kaltblüter ihren „Beruf“ ausüben „Wir arbeiten aber auch nur sechs Stunden am Tag und fünf Tage in der Woche mit den Pferden“, so Hendrik Heil, „so bleibt genug Zeit für die Tiere, sich zu erholen“. Die zu rückenden Bäume dürfen auch nicht zu stark sein, sonst ist die ohnehin anstrengende Arbeit eine Quälerei für Mensch und Tier. Wenn sein Besitzer die Bäume fällt, schaut Hannes gelassen vom Wegesrand zu. Mit einer warmen Decke auf dem Rücken kaut er genüsslich sein Heu und wartet auf seinen nächsten Einsatz.

 

 

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