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Horror-Bilder, wie sie sonst nur aus Nordamerika bekannt sind / Noch keine Entwarnung der Wetterexperten / Bericht mit neuem Link auf spektakuläre Amateur-Videos

Mit Smartphone die Folgen einer Gewitter-"Superzelle" dokumentiert: Ein mächtiger Tornado zieht am Abend durch deutsche Wohngebiete

Mittwoch 16. Mai 23018 - Bonn / Dülken / Viersen (wbn). „Oh mein Gott, scheiße…“, stammelt fassungslos der Augenzeuge. Seine erregte Stimme ist auf dem Handy zu hören. Er erlebt soeben wie ein Tornado sich aufgebaut hat und der mächtige langsam drehende Wirbel der „Windhose“ unmittelbar mit voller Wucht an seinem Haus vorbei zieht.

Entsetzt hat sich der Mann in das Innere seiner Wohnung und in das Badezimmer geflüchtet, während auf der Straße Autos beschädigt werden, Alarmanlagen anschlagen und Trümmer wie Geschosse mit tödlicher Wucht an den Fenstern vorbeifliegen. Die Horror-Momente hat der Augenzeuge gleichwohl geistesgegenwärtig mit seinem Smartphone festgehalten. Der Horror dieses eher aus tropischen Gefilden bekannten Phänomens ist unvermittelt in seine heile Welt eingebrochen. Was ist geschehen? Entlang einer Gewitterlinie mitten im Westen Deutschlands hat sich gestern am frühen Abend, kurz vor 18 Uhr einer der größten Tornados der vergangenen Jahre auf deutschem Boden gebildet. Bis zu 50 Häuser sollen beschädigt worden sein. Die Feuerwehren im Raum Viersen waren im Großeinsatz. Schadensbilder zeigen abgedeckte Dächer. Der Bahnverkehr wurde beeinträchtigt.  Wenig beruhigend: Die Wetterlage in Deutschland bleibt weiterhin angespannt. Lokal können sich nach Expertenansicht durchaus weitere Tornados bilden!

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Betroffen war diesmal die Region um Dülken in Nordrhein-Westfalen, unweit von Mönchengladbach. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, mindestens eine Person soll von dem Wirbelsturm schwer verletzt worden sein. Augenzeugen berichten, dass der zur Stadt Viersen gehörende Ortsteil Boisheim großflächig verwüstet wurde. Unglaublich: In offensichtlicher Unkenntnis der Naturgewalt fährt ein Autofahrer in den Tornado hinein und filmt das Ereignis mit dem Handy. Er hat den Blick in die Hölle überlebt. Sein Fahrzeug hätte wie ein Spielzeugauto durch die Luft gewirbelt werden können!

Auf facebook meldet der Kreis Viersen: "Windhose: Aufräumarbeiten die ganze Nacht hindurch (Stand 23 Uhr). Von etwa 17.45 bis 18.15 Uhr zog die Windhose über Viersen-Boisheim, Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise über Niederkrüchten. Gesonderte Informationen dazu erfolgen über die Stadt Viersen, die einen Krisenstab eingerichtet hat.

Für die Kreisleitstelle wurde Leitstellenalarm ausgelöst und das Personal wurde auf 10 Personen hochgefahren. Es wurden alle fünf Einsatzleitplätze in der Leitstelle sowie weitere fünf Ausnahmeabfrageplätze besetzt. Die Kreisleitstelle hat im Informationsdienst Gefahrenabwehr des Landes NRW eine entsprechende Schadenslage angelegt. Daraus geht beispielsweise hervor, dass 360 Feuerwehrleute und 60 THW-Helfer im Einsatz waren. Sie hatten bis 22 Uhr 39 Einsätze (Es handelt sich hier um die Einsätze, die über die Kreisleitstelle koordiniert wurden). Die Feuerwehr Schwalmtal ist mit allen Kräften im Einsatz. Die Bereitschaft in Schwalmtal wurde deshalb durch Kräfte und Fahrzeuge der Feuerwehren Willich und Brüggen gestellt.

Rund 150 Menschen haben durch die Windhose materielle Schäden erlitten.

Die Landstraße von Schwalmtal-Dilkrath in Richtung Viersen-Boisheim ist wegen umgestürzter Bäume auch im Berufsverkehr am Donnerstag Morgen gesperrt.Umgestürzte Bäume haben dort auch Autos zerstört.

In Nettetal-Schaag ist ein Baum auf ein Auto gefallen und hat einen Mann schwer verletzt.

In Nettetal ist außerdem ein Feuerwehrmann durch einen Stromschlag leicht verletzt worden."

Das belegt, was viele nicht glauben wollen: Auch in Deutschland können sich inzwischen solche Naturereignisse bilden, die sonst nur aus dem Mittleren Westen Nordamerikas bekannt sind. Enorme Windhosen wurden auch schon in Niedersachsen registriert. Sogenannte "Twister" sind in deutlich schwächerer Form auch schon an Hameln und Diedersen im Ostkreis vorbeigezogen.

Die Experten von „Wetteronline“ erklären das Phänomen:  „Tornados treten in der Regel in Verbindung mit einem sogenannten Superzellen-Gewitter auf. Durch unterschiedliche Winde in verschiedenen Höhen - sogenannte Scherwinde - beginnt sich diese Gewitterwolke zu drehen. Im Bereich dieser Wolke kann sich ein schnell rotierender, enger Luftwirbel bilden. Wenn dieser den Boden erreicht, spricht man von einem Tornado. Dieser kann einen Durchmesser von wenigen Metern bis zu mehreren Kilometern haben. Tornados kommen auf der ganzen Welt vor.“ Auch in Deutschland gibt es Wetteronline zufolge jedes Jahr 40 bis 60 von ihnen. „Bei idealen Bedingungen können sie ähnlich stark werden wie in den USA. Der hierzulande oft gebräuchliche Begriff Windhose bezeichnet nichts anderes als einen Tornado“, so die Wetterexperten aus Bonn. Gleichwohl lautet das Motto auf ihrer Website: „Wir lieben Wetter…“

Hinweis der Redaktion: Videomaterial zum Ausmass des Tornados auf https://www.wetteronline.de/.

 



 

 

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