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Neues Pflaster an der Marktkirche macht Innenstadt für Rollstuhlfahrer und Behinderte zur Tabuzone - für teures Geld Barrieren geschaffen

Hameln (wbn). Die neue und aufwändige Bepflasterung der Hamelner Fußgängerzone hat für Rollstuhlfahrer und Personen, die auf einen Rollator angewiesen sind, keine Erleichterung gebracht sondern das Gegenteil bewirkt.

Der Vorsitzende des Kreisbehindertenbeirates Gotthard Feist spricht gegenüber Radio Aktiv geradezu von einer „Barriere“. So erschwert das neue Natursteinpflaster den älteren und behinderten Menschen ausgerechnet den Zugang zur Hamelner Marktkirche. Politik und Verwaltung seien gehalten auch die Probleme behinderter Mitbürger zu berücksichtigen, rief Feist den Entscheidungsträgern in der Rattenfängerstadt in Erinnerung. Der Frische Wind, der in einem initiierten Bürgerbegehren und später mit anderen Kräften auch in einem Bürgerentscheid den ganzen Aufwand für die Fußgängerzone in Frage gestellt hatte, war auch beim Thema „behindertengerecht“ frühzeitig am Ball gewesen.

Der Frische Wind hatte einmal eine glatte Schneise für Rollstuhlfahrer gefordert

So war seinerzeit eine mindestens zwei Meter breite glatte Rollstuhlfahrerspur für erforderlich gehalten worden, was die Entscheider aber im Rathaus geflissentlich überhört hatten. Auch bei der Blindenleitlinie gab es Pannen. So fehlte zunächst eine Verbindung von der Emmernstraße zur Osterstraße.

(Zum Bild: Blick zur Marktkirche. Die letzten Pflasterarbeiten werden ausgeführt - und schon droht neuer Ärger. Mag sein, dass mancher Stöckelschuh jetzt besser drüberkommt. Die Rollstuhlfahrer erleben indessen neue Barrieren in der Hamelner Innenstadt. Foto: Lorenz)

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Tobias Matter als Vorsitzender der zur Kommunalwahl antretenden Wählergemeinschaft Frischer Wind bedauerte, dass trotz wiederholter Hinweise die Erfordernisse der älteren Mitbürger übergangen worden seien, wie es sich jetzt am Beispiel der Rollstuhl-Barrikaden gezeigt habe. Das mache die teure Sanierung, die vom Bürger mehrheitlich so nicht gewollt gewesen sei, noch unerträglicher.

 

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