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Trotz Rotlicht und heruntergelassener Halbschranke

Tödlicher Irrtum am heutigen Morgen: Touareg-Fahrer wollte offenbar Wartezeit sparen und rollte über das Bahngleis - da kam der Zug

Hannover (wbn). Welch tödlicher Irrtum! Glaubte er sich die Wartezeit an einem Bahnübergang sparen zu können? Ein 46-jähriger Mann aus Wunsdorf wurde heute Morgen mit seinem Fahrzeug von einem Regionalexpress erfasst und getötet.

Nach derzeitigen Erkenntnissen hat der Touareg-Fahrer aus Wunstorf heute Morgen versucht, die geschlossenen Halbschranken am Bahnübergang zwischen Klein Heidorn und Blumenau zu umfahren.

Fernzüge sind stundenlang über Minden und Nienburg umgeleitet worden

Nach einer Meldung des NDR mussten Fernzüge zwischen Hannover und Bremen mehrere Stunden lang über Minden und Nienburg umgeleitet werden. Auch in der Gegenrichtung war die Bahnstrecke nicht befahrbar. Im Regional- und S-Bahn-Verkehr mussten Fahrgäste zwischen Neustadt und Wunstorf auf Busse umsteigen. Hier der Polizeibericht von heute Morgen: „Ein 46 Jahre alter Autofahrer ist heute Morgen gegen 09:15 Uhr bei einem Zusammenstoß mit einem Zug an einem Bahnübergang auf der Straße Frachtweg - zwischen den Ortschaften Klein Heidorn und Blumenau (Kreisstraße (K) 334/ Wunstorf) - ums Leben gekommen.

(Zum Bild: Der Touareg (rechts) wurde zum Schrotthaufen. Trotz Notbremsung wurde der Wagen mit voller Wucht erfasst. In den Trümmern starb der Fahrer aus Wunstorf. Zum unteren Bild: Der Unglückszug kam trotz einer sofort eingeleiteten Notbremsung erst weit nach dem Bahnübergang zum Stehen. Foto: Polizei)

 

Fortsetzung von Seite 1

Die Polizei sucht Zeugen. Der 46-Jährige war mit seinem VW-Touareg auf der K 334 von Klein Heidorn in Richtung Blumenau unterwegs gewesen.  An dem mit Halbschranken versehenen Bahnübergang ist er nach bisherigen Erkenntnissen trotz heruntergelassener Schranken und Rotlichts in den Gleisbereich gefahren und dort mit dem in Richtung Hannover fahrenden Regionalexpress kollidiert. Der 47 Jahre alte Fahrer des Zuges konnte trotz einer eingeleiteten Gefahrenbremsung einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

Der 46 Jahre alte VW-Fahrer verstarb noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen. Die Bahnstrecke war bis etwa 13:15 Uhr für den Verkehr in beide Richtungen gesperrt. Die Polizei bittet Zeugen - zur Unfallzeit sollen sich in der Nähe Fußgänger befunden haben, die möglicherweise Angaben, insbesondere zur Situation der Schranken, machen können - sich mit dem Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 in Verbindung zu setzen.“

 

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