Autofahrer entdeckten Dachstuhlbrand nach Mitternacht

Feuerwehr findet bei Löscheinsatz Leiche eines 26-Jährigen - andere Mitbewohner gerade noch dem Feuertod entkommen

Garbsen/Osterwald (wbn). Oh du traurige... Der erste Tote in der Weihnachtszeit. War es eine brennende Kerze oder eine glimmende Zigarette? Feuerwehrleute sind in der Nacht beim Löschen eines Wohnhausbrandes auf die Leiche eines Mannes (26) gestoßen, der offensichtlich einer Rauchgasvergiftung erlegen ist.

Wahrscheinlich wäre die Zahl der Opfer noch größer geworden wenn nicht zwei Männer auf der Bundesstraße 6 den Dachstuhlbrand entdeckt und in letzter Minute die ahnungslosen Bewohner alarmiert hätten.

 

 

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Nachfolgend der Polizeibericht aus Garbsen/Osterwald: „Gestern um 1:15 Uhr ist es in einem Haus an der Kolberger Straße (Garbsen-Osterwald). zu einem Brand gekommen, bei dem ein Mann an einer Rauchgasvergiftung gestorben ist. Die Brandursache ist zurzeit ungeklärt. Zwei 28- und 30-jährige Männer hatten das Feuer im Dachgeschoss des Hauses von der Bundesstraße 6 aus gesehen, fuhren zu dem Haus und warnten die Hausbewohner durch Klopfen und Klingeln an den Wohnungstüren. Bei den Evakuierungs- und Löschmaßnahmen entdeckte die Feuerwehr in der brennenden Wohnung den Leichnam und barg diesen. Durch das Feuer wurde auch der Dachstuhl des Mehrfamilienhauses in Mitleidenschaft gezogen, so dass dieser drohte, einzustürzen. In der Folge griffen die Flammen auch auf die anderen Wohneinheiten über - das Haus derzeit nicht bewohnbar.

Ein Mitarbeiter der Feuerwehr verletzte sich leicht bei den Evakuierungsarbeiten. Eine 46 Jahre alte Mieterin erlitt einen Schock und eine 50-jährige Bewohnerin Kreislaufstörungen. Beide wurden ambulant in Krankenhäusern behandelt. Eine gestern erfolgte Obduktion des noch nicht identifizierten jungen Mannes ergab als Todesursache eine Rauchgasvergiftung. Ermittlungen zufolge handelt es sich vermutlich um einen 26-Jährigen, der sich nach Angaben des Mieters in der Dachgeschosswohnung aufgehalten hatte. Die Ergebnisse zur zweifelsfreien Identifizierung stehen derzeit noch aus. Den entstandenen Schaden beziffert die Kriminalpolizei auf etwa 250 000 Euro. Beamte des Fachkommissariats werden in der kommenden Woche die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen.“