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Grippewelle schwappt ins Weserbergland
Bislang 23 Grippe-Patienten im Raum Hameln gemeldet – Zunahme sogenannter grippaler Infekte in Bad Pyrmont

Donnerstag 12. Februar 2015 - Hameln (wbn). Niedersachsen stöhnt und schnieft unter den Folgen einer massiven „Grippewelle“. Oder ist es doch „nur“ ein grippaler Infekt?  Die entsprechenden Erreger führen ihre Opfer alle Jahre wieder um diese Zeit buchstäblich an der Nase herum, sorgen für Fieber und Hustenreiz. Eines ist sicher, wie die tagesaktuelle Umfrage der Weserbergland-Nachrichten.de von heute ergeben hat: Auch im Landkreis Hameln-Pyrmont sind die gefährlichen Influenza-Viren jetzt angekommen. In den vergangenen zweieinhalb Wochen sind dem Gesundheitsamt des Landkreises Hameln-Pyrmont bis heute 23 Fälle von „echter Grippe“ gemeldet worden!

In den Kliniken der Region konnten bisher jedoch keine Influenza-Viren nachgewiesen werden. Sowohl in Hameln als auch in Bad Pyrmont werden momentan keine Patienten mit der potentiell lebensbedrohlichen Krankheit behandelt. Wohl aber häufen sich offenbar in der Kurstadt Patienten mit schweren „grippalen Infekten“. Aus dem Landkreis Holzminden waren auf Anfrage keine aktuellen Angaben zu erhalten.

(Zum Bild: Schnupfen, Fieber, Husten: Die Grippe-Saison in Niedersachsen ist gestartet. Foto: obs/Thinkstock)

 

 

Fortsetzung von Seite 1

Die von den Erregern „Influenza-A (H3N2)“, „Influenza-A (H1N1)“ und „Influenza-B“ ausgelöste Grippe hatte in der vorvergangenen Woche große Teile Niedersachsens erreicht. Sie breitet sich derzeit ohne regionale Schwerpunkte in ganz Deutschland aus. Zuverlässige Schätzungen zur Entwicklung gibt es keine, denn so individuell wie die Krankheitssymptome ist der Verlauf der Ausbreitung. Das schlägt sich auch in der statistischen Erfassung nieder. Auch die Zahl der Grippe-Toten in den vergangenen Jahren in Deutschland schwankt zwischen drei- und fünfstelligen Zahlen.

Landesgesundheitsamt hat die Situation im Blick

Wieviele Menschen derzeit in Niedersachsen tatsächlich an den Grippeviren erkrankt sind, kann zwar nicht eindeutig bestimmt werden, das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) ermittelt jedoch wöchentlich den Krankenstand der „akuten respiratorischen Erkrankungen“ (ARE) mit Hilfe von Daten aus Kindertagesstätten und ausgewählten Arztpraxen.

Daraus ergibt sich mitunter die sogenannte „Influenza-Positivrate“. Überschreitet sie die 20-Prozent-Marke, wird die Verbreitung der Krankheit als „Grippewelle“ bezeichnet. In Niedersachsen gibt es diesen Status seit vorvergangener Woche.

Aktuell liegt die Positivrate bei 24 Prozent und damit knapp 20 Prozentpunkte höher als in der schwachen Vorjahressaison. Allerdings: An die extrem hohe Influenza-Rate im Winter 2012/2013 wird sie nach Einschätzung der NLGA-Experten wohl bei weitem nicht herankommen. Zum Vergleich: in dem Zeitraum lag die Positivrate in Niedersachsen bei 60 Prozent.

Lage in den Krankenhäusern unter Kontrolle

Erfreulich: Im Evangelischen Bathildiskrankenhaus in Bad Pyrmont ist die Influenza unterdessen noch nicht angekommen. Chefanästhesist und Ärztlicher Direktor Dr. Joachim Hertel sieht sein Team zwar mit einer „deutlichen Häufung hochfiebriger grippaler Infekte“ konfrontiert, allerdings handele es sich dabei eben nicht um die bedrohliche echte Grippe.

Um sie bei der Diagnose festzustellen oder auszuschließen werden die Patienten in Bad Pyrmont mit einem sogenannten PCR-Test auf Influenza-Viren untersucht. Verläuft dieser Test positiv, müssen Isolationsmaßnahmen getroffen werden. Im Normalfall wird der Patient dann in ein Einzelzimmer verlegt und die Kontakte weitgehend eingeschränkt. Bisher war das allerdings nicht nötig.

Gleichwohl sprechen die Fall-Zahlen der schweren grippalen Infekte eine deutliche Sprache. In den vergangenen zwei Wochen seien sie stark angestiegen, so Hertel. Aktuell werden in der Klinik etwa fünf Mal so viele Patienten wegen entsprechender Symptome behandelt als gewöhnlich in dieser Jahreszeit.

Im Hamelner Sana-Klinikum hingegen werden derzeit nach Angaben einer Sprecherin weder Grippe-Patienten behandelt noch sei eine Häufung von schweren grippalen Infekten zu beobachten. Und auch die Arbeitgeber der Region scheinen bislang verschont geblieben zu sein. Beim Maschinenbauer Lenze in Aerzen etwa ist der Krankenstand auf normalem Niveau.

Wer diese Symptome hat, sollte zum Arzt gehen

Wer befürchtet, sich mit der Grippe angesteckt zu haben, sollte die Beschwerden im Blick behalten und eher früher als später zum Hausarzt gehen. Doch eines macht die Sache schwierig: Nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) gibt es diesmal keine allgemein typischen Krankheitssymptome. Ein plötzlicher Erkrankungsbeginn mit Fieber, trockener Reizhusten und Muskel- und/oder Kopfschmerzen sollten in der Grippe-Saison allerdings sehr ernst genommen werden. Wer sich dazu allgemein schwach fühlt, Schweißausbrüche bekommt und unter Übelkeit und Durchfall leidet, kommt um einen Besuch beim Arzt nicht umhin.

Der kann dann Medikamente aus der Gruppe der Neuraminidase-Hemmer verordnen, welche die Vermehrung der Influenza-Viren innerhalb von zwei Tagen nach den ersten Symptomen verhindern. Die Dauer einer Grippe liegt in der Regel zwischen fünf und sieben Tagen, sie kann aber – beeinflusst durch Komplikationen oder Risikofaktoren – auch deutlich länger sein.

Zur aktuellen Einwicklung der Influenza-Situation will sich RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher lieber nicht äußern. Deutschland sei noch „mitten drin in der Grippewelle“, zum jetzigen Zeitpunkt könne einfach keine zuverlässige Vorhersage getroffen werden, sagte sie heute Nachmittag den Weserbergland-Nachrichten.de. Nur soviel: Es handele sich zwar nicht mehr um eine moderate Grippewelle, doch auch Panik sei fehl am Platz.

 

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