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Afghane (15) von Hameln in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt

Meningokokken-Verdacht in der Linsingen-Kaserne hat sich bestätigt - junger Patient aber schon auf dem Weg der Besserung

Mittwoch 13. Januar 2016 - Hameln (wbn). Einzelfall von Meningokokken in Hamelner Erstaufnahmeeinrichtung: Der 15 Jahre alte Patient ist bereits auf dem Wege der Besserung!

Am vergangenen Freitag wurde ein 15-jähriger Junge aus Afghanistan, der mit Eltern und Geschwistern in der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Linsingen-Kaserne in Hameln lebt, im dortigen Medical Center mit Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen vorgestellt.


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Der behandelnde Arzt äußerte aufgrund der Untersuchungsergebnisse den Verdacht auf eine Infektionserkrankung. Daraufhin wurde der Junge unverzüglich und unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen in die Kinderklinik des Klinikums Hameln eingewiesen. Dort wurde ein Verdacht auf Meningokokken-Sepsis festgestellt und die weitere Diagnostik und Behandlung eingeleitet. Auf der Intensivstation der Kinderklinik konnte der Junge bereits stabilisiert werden. Er wurde dann zur weiteren Behandlung in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt. Der Verdacht auf Meningokokken-Sepsis hat sich inzwischen bestätigt. Dem jungen Afghanen geht es schon wieder den Umständen entsprechend gut.

Das Gesundheitsamt des Landkreises, dem der Verdacht unverzüglich gemeldet wurde, hat noch am Freitag alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um weitere Infektionen zu verhindern und eine umfassende Prophylaxe sicher zu stellen. In enger Absprache mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt wurden entsprechende Maßnahmen angeordnet.

Für enge Kontaktpersonen, etwa die Familienmitglieder, die weiteren Bewohner des betroffenen Flurs in der Kaserne sowie Mitarbeitende mit engem Kontakt, wurde eine vorbeugende Antibiotikagabe empfohlen. Diese Maßnahme ist bereits umgesetzt worden. Ein weiterer Fall ist bislang nicht aufgetreten.

Hintergrund: Eine Meningokokken-Infektion ist eine schwere Erkrankung, die schnell lebensbedrohlich werden kann. In Deutschland kommen Meningokokken-Erkrankungen selten vor, im Jahr etwa fünf Fälle pro einer Million Menschen. Da die Erreger gewöhnlich außerhalb des Körpers rasch absterben, ist für eine Infektion ein sehr enger Kontakt mit einem Erkrankten erforderlich.

 

 

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