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Auf der Bahnstrecke zwischen Bremen und Hannover:
Frau mit Rollator (91) wird von Schnellzug überrollt – und überlebt leicht verletzt!

Freitag 27. Mai 2016 - Langwedel (wbn). Was für ein unfassbares Glück: Eine 91 Jahre alte Frau ist in Langwedel im Kreis Verden von einem InterCity-Zug mit Tempo 160 überrollt worden – und hat den Zusammenprall mit leichten Verletzungen überlebt!

Die alarmierten Einsatzkräfte waren aufgrund der Beschreibung des Vorfalls schon von einem tödlichen Unfall ausgegangen, staunten aber nicht schlecht, als sie die Seniorin lebend im Gleis vorfanden. Sie hatte sich offensichtlich nur Prellungen zugezogen. Zum Unfall selbst erklärte die 91-Jährige den Polizeibeamten, dass sie seit Jahren trotz ihres Rollators eine Abkürzung über die Gleise nehmen würde. Den Zug habe sie in letzter Sekunde erkannt und sich dann flach zwischen die Schienen geworfen.

 

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Nachfolgend der Polizeibericht aus Bremen:

„Ein vermeintlich schwerer Bahnunfall hat sich heute zur Mittagszeit im Bahnhof Langwedel ereignet. Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Bremen hat eine 91-jährige Frau das Überqueren der Bahngleise mit ihrem Rollator nur mit Hilfe mehrerer Schutzengel überlebt.

Der IC 1933 war auf der Fahrt von Bremen nach Hannover, als der Lokführer bei 160 km/h einen Schlag unter dem Zug bemerkte. Im Wechsel von Licht und Schatten der nahen Brücke sind Hindernisse bei hoher Geschwindigkeit nicht immer zu erkennen. Er vermutete einen Wildschaden, bremste ab und wollte den Zug in Verden beim nächsten Halt überprüfen. Statt eines Tierkadavers fand er Teile eines Rollators. Der Mann erlitt einen Schock und musste abgelöst werden. Zeitgleich war eine Nordwestbahn in Gegenrichtung unterwegs und meldete in Langwedel eine liegende Person im Gleis. Einsatzkräfte gingen von einem tödlichen Unfall aus.

Zur Freude der Streifen der Polizei Verden und der Bundespolizei Bremen war die Frau nur leicht verletzt. Ein Rettungswagen brachte sie wegen ihrer Prellungen vorsorglich ins Krankenhaus.

Sie hatte den Zug erkannt - immerhin nahte er mit 40 Metern je Sekunde - und sich flach zwischen die Schienen geworfen. So gelang, was normalerweise unmöglich ist: Die 91-Jährige wurde weder angesogen, noch verfing sich ihre Kleidung am tiefliegenden Schienenräumer. Ihr Kommentar: "Sie würde seit Jahren ihren Weg über die Gleise abkürzen - trotz Rollator."

Holger Jureczko, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Bremen, geht davon aus, dass die Dame bisher einfach nur Glück hatte, auf der zweigleisigen und hochfrequentierten Strecke noch nicht überfahren worden zu sein. Die Reaktionszeit beim Erkennen eines Zuges bei 160 km/h beträgt rund zwei Sekunden.

In der Folge des Einsatzes verspäteten sich mehrere Züge. Der Bahnverkehr wurde um 14:33 Uhr wieder freigegeben.“

 

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