Besser ging es garnicht! Nun muss die Verwaltung und Politik, die „Kuh vom Eis holen“

Leser Bruno Scharf bezieht sich auf den heute erschienen Leitartikel und den Bürgerentscheid. Er schreibt wie folgt:

"Manchmal ist weniger eben mehr. Besser hätte es für das Zweckbündnis „Mit Herz und Verstand für Hameln“ und damit für die Bürger gar nicht kommen können. Nun muss die Verwaltung und Politik, die „Kuh vom Eis holen“. Ich kann nur dringend raten, dass man dort, die mittlerweile auf über 80% angewachsene Zahl von Unzufriedenen endlich ernst nimmt. Diese überwältigende Mehrheit muss entscheidend (die Betonung liegt bei entscheidend) an den Planungen beteiligt werden. Allein schon die Äußerung, man beziehe den Bürger nun stärker mit ein, geht von der völlig falschen Vorstellung aus, das der Schwanz mit dem Hund bellt. Das hätte man sagen können, wenn das Kräfteverhältnis umgekehrt wäre. Nach diesem phänomenalen Sieg der Bürger ist es noch sehr die Frage, wer künftig wen mitnimmt?  Hole Phrasen, wie die Altstadt ist in die Jahre gekommen und schlecht, wenn man gleichzeitig, im Hintergrund Bilder einer vollkommen intakten Fußgängerzone ablaufen lässt (Podiumsdiskussion in der DWZ), kann man sich nun jedenfalls nicht mehr leisten. Übermäßig vergrößerte „Katzenköpfe“, wo jeder einzelne wie das Matterhorn aussieht, müssen nun ebenfalls der Vergangenheit angehören.

Anscheinend waren sich Verwaltung und Politik ihrer Machtposition so sicher und konnten sich einen derartigen Sieg der Bürger, überhaupt nicht vorstellen. Anders ist der Artikel in der Internetausgabe der DWZ nicht zu verstehen. In der gedruckten Ausgabe fehlt er jedenfalls. Anscheinend muss die Politik und Verwaltung erst einmal dieses „Erdbeben“ verkraften.

Der Bürger steht mit über 80% hinter dem überparteilichen Zweckbündnis, das bedeutet Verantwortung. Als Wählergemeinschaft könnten sie den Grundsatz, alle Macht geht vom Volke aus, zu 80% verwirklichen und allen Parteien, einschließlich Fritz „Bürgerliste“ das Fürchten beibringen.Schade ist trotz allem aber, dass so viele Bürger, die nun endlich einmal die Möglichkeit hatten, selber über ihr Schicksal abzustimmen, diese einmalige Chance nicht nutzten. Da wartet man zeitlebens auf diese Möglichkeit, man fühlt sich von der Politik übergangen und nicht mehr vertreten, ist frustriert und resigniert und dann, dann geht man nicht hin!?Eine mögliche Erklärung ist, dass die Meisten wohl annahmen, dass dies eine Art Selbstläufer wird, weil ja sowieso fast alle dagegen sind, und meinten:„Da kommt es auf meine Stimme nun nicht auch noch an.Wie man sich doch täuschen kann!“

Bruno Scharf, Wangelist