Die blanke Ohnmacht trifft mich...

Nachfolgende Lesermeinung bezieht sich auf den Artikel über die missglückte Reparatur des Mauerwerks an der Coppenbrügger Wasserburg (erschienen am Sonntag, 12. Juli).

Wie viel Stein braucht eine Mörtelwand um ohne Verschalung zu stehen ? - kam mir bei diesen Bildern sofort in den Sinn und anschließend, wohin kommen die Steinreste? Es müssten grob geschätzt  ¼ der Originalsteine übrig sein. Die blanke Ohnmacht trifft mich, so unfassbar es sein mag, muss ich nun versuchen sachlich zu bleiben. Ist das der Anfang einer neuen Zeitepoche unserer Wasserburg? Hier scheinen alle nötigen Maßnahmen zur Erhaltung dieser einmaligen Hinterlassenschaft außer Kraft gesetzt zu sein.  Entschuldigen Sie nun bitte meinen Ausdruck: einen „Arschtritt“ für die Aufopferung vom ehemaligen Museumsleiter Herrn Hüsam. Es ist nicht nur ein Teil seines Lebens gewesen, sondern seit Jahrhunderten ein Ort der Begegnungen. Die Geschichte unserer Wasserburg erlebt eine dramatische Wendung. Bitte „IHR“ Verantwortlichen für diese Zerstörung. Machen Sie da einen Holzrahmen rum und stellen sie ein Schild auf: Zeitgenössische Kunst am Kulturgut unserer Vorfahren.

Bernd-Thomas Pacher, Marienau