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Vorsicht vor akuten Atemwegserkrankungen!
Grippewelle schwappt durch Niedersachsen – Virenaktivität im Weserbergland besonders hoch

Mittwoch 27. Januar 2016 - Hannover/Holzminden (wbn). Die Grippewelle in Niedersachsen hat begonnen. Fachleute aus dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt haben in der vergangenen Woche in mehr als 23 Prozent der untersuchten Proben aus Arztpraxen Influenzaviren nachgewiesen. Auch der Krankenstand in den Kindertagesein-richtungen ist deutlich angestiegen.

Aus dem aktuellen ARE-Wochenbericht (ARE: akute respiratorische Erkrankungen) des Landesgesundheitsamts geht hervor, dass die Aktivität von Viren, die verschiedene akute Atemwegserkrankungen auslösen können, besonders in den Landkreisen Holzminden und Schaumburg in der vergangenen Woche stark zugenommen hat. Aus den beiden Kreisen wird die höchste Aktivitätsstufe „sehr hoch“ gemeldet.

(Zum Bild: Der Ausschnitt aus der Karte des Landesgesundheitsamts zeigt die ARE-Virenaktivität in der 3. Kalenderwoche. Quelle: Niedersächsisches Landesgesundheitsamt)

 

 

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Aber: Obwohl die ARE-Viren-Aktivität auch im Landkreis Hameln-Pyrmont derzeit über dem Durchschnitt liegt, sind etwa im Agaplesion Evangelisches Bathildiskrankenhaus in Bad Pyrmont bislang keine gestiegenen Fallzahlen zu erkennen.

Behörde gibt Hinweise zur Vorbeugung

Um sich und andere vor einer Erkrankung zu schützen, rät das Landesgesundheitsamt zu verschiedenen Vorbeugungsmaßnahmen. Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen, besonders wenn man sich an Orten aufgehalten hat, an denen viele Menschen aufeinandertreffen, wie in Bussen und Bahnen oder in Stadtzentren. Husten sollte man immer in die Armbeuge und nicht in die Hand.

„Eine Influenza-Erkrankung sollte zu Hause und nicht am Arbeitsplatz auskuriert werden“, betonte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. „Eine angemessene Ruhephase fördert nicht nur die Genesung, sondern schützt auch die Kolleginnen und Kollegen sowie weitere Kontaktpersonen.“

Diese Symptome sind typisch für eine Grippe:

Kennzeichnend für die Influenza ist ein plötzlicher Erkrankungsbeginn mit hohem Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Husten und Gliederschmerzen. Wenn die Erkrankung besonders schwer verläuft, sollte das weitere Vorgehen mit einem Arzt abgestimmt werden. „Eine Behandlung mit Antibiotika ist bei einer Influenza-Erkrankung nicht sinnvoll, da der Erreger ein Virus und kein Bakterium ist“, sagt Dr. Matthias Pulz, Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. „Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen.“

Schutzimpfung kann auch jetzt noch hilfreich sein

Auch eine Influenza-Schutzimpfung kann zum jetzigen Zeitpunkt noch sinnvoll sein. In den vergangenen Jahren hat die Grippewelle nicht selten bis Anfang April angedauert. Ein voller Impfschutz besteht aber erst 10 bis 14 Tage nach der Impfung.

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die Impfung insbesondere bestimmten Risikogruppen. Dazu zählen unter anderem alle Personen, die älter als 60 Jahre sind, Menschen mit Diabetes, mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane oder des Nervensystems, sowie mit Herz-Kreislauferkrankungen und mit Störungen des Immunsystems. Schwangere sollten sich ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft impfen lassen. Außerdem empfiehlt die STIKO eine Impfung denjenigen, die einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, da sie viele Kontakte mit anderen Menschen haben. Dazu gehören insbesondere Menschen, die medizinisch und pflegerisch in Krankenhäusern arbeiten und die Influenzaviren auf abwehrgeschwächte Patientinnen und Patienten übertragen können.

 

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