Das wollte Angela Merkel zwischen all den Regierungsgeschäften schon immer mal wissen

Ei wie schön: Salzhemmendorfer zeigen der Bundeskanzlerin wie man ein rohes Ei 20 Meter weit transportiert - enegiesparend!

Berlin/Salzhemmendorf (wbn). Endlich machen rohe Eier mal nicht durch Dioxin-Vergiftung von sich Reden. Salzhemmendorfer Schüler demonstrierten gestern in Berlin, wie ein Ei mit geringstem Energiebedarf 20 Meter weit verlastet wird. Ohne Rührei-Risiko. Das wollte vor allem die Kanzlerin und Physikerin Merkel zwischen allerlei Regierungsgeschäften schon immer mal wissen.

Die nach Ansicht der Jury mit Abstand überzeugendste Leistung bei diesem Eiertransport-Ideenwettbewerb erbrachten vier Schüler aus Laatzen mit ihren Zitronensaftbatterien, doch die drei Schüler von der Schule am Kanstein in Salzhemmendorf beeindruckten vor allem mit ihrer Kreativität. Deshalb waren auch sie einer der Sieger im bundesweiten Schülerwettbewerb „Formel EIns“. Und das Schönste: Sie haben nicht nur die fachkundige Jury beeindruckt sondern auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach einem spannenden Finale stehen die Sieger des Schülerwettbewerbs Formel EIns fest: In der Kategorie "Energiebereitstellung / -speicherung" siegte das Team "MLhoch2" von der Marienschule Münster. Die drei Neuntklässlerinnen nutzten als Antrieb eine Voltasche Zelle. In der Kategorie "Moderne Materialien" wird das Team "LemonPoweredCar" ausgezeichnet, das nach Ansicht der Jury insgesamt die überzeugendste Leistung erbrachte. Die vier Schüler der Klassen 6 bis 8 vom Erich-Kästner-Gymnasium Laatzen trieben ihr Gefährt mit Hilfe vieler kleiner hintereinandergeschalteter Zitronenbatterien an. Gewinner in der Kategorie "Nachhaltigkeit" ist das Team "Halbleiter" aus Salzhemmendorf. (Zum Bild: Die Siegergruppen mit der Kanzlerin in Berlin.Und die Salzhemmendorfer KGS kann mal wieder stolz auf sich sein. Foto: Formel EIns)

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Bei dem Entwurf der drei Elftklässler von der Schule am Kanstein Salzhemmendorf würdigte die Jury das hohe Maß an Kreativität und den Modellcharakter des Fahrzeugs, das Temperaturunterschiede für den Antrieb nutzt. Die drei Mannschaften nahmen ihre Auszeichnungen gestern Nachmittag im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr der Chemie aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegen. Die Jury betonte in ihrer Entscheidung, dass alle sechs qualifizierten Teams eine herausragende Leistung erbracht hätten und die Entscheidung sehr schwer gefallen sei.

Beim bundesweiten Schülerwettbewerb Formel EIns hatten die Schüler die Aufgabe, ein rohes Hühnerei unbeschadet 20 Meter weit zu transportieren. Die Energie dazu sollte vor Ort erzeugt werden. Mehr als 30 Teams hatten im Spätsommer 2010 ihre Ideen eingereicht. Sechs Mannschaften setzten ihre Konzepte auch in lauffähige Fahrzeuge um und belegten dies durch Filmbeiträge (www.youtube.com/energiewettbewerb ). Die Antriebsquellen reichten dabei von der Mausefalle bis zur Zitronenbatterie und von der Solarzelle bis zur "Urbatterie".

Der Schülerwettbewerb "Formel EIns" wurde vom Forum Chemie, einem Zusammenschluss neun großer deutscher Chemieorganisationen, ins Leben gerufen. Schülerinnen und Schüler sollten sich mit der Frage beschäftigen, was Energie ist und wo sie herkommt. Der Wettbewerb schlug damit den Bogen vom Wissenschaftsjahr Energie 2010 zum Internationalen Jahr der Chemie 2011. Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler bis Jahrgangsstufe 11.

Um die Ausrichtung des Internationalen Jahres der Chemie in Deutschland kümmert sich das Forum Chemie. Ihm gehören folgende Organisationen an:  Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) (federführend), Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemische Industrie (BG RCI), Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG), Fonds der Chemischen Industrie (FCI), Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA), Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der Chemischen Industrie (VAA) sowie der Verband der Chemischen Industrie (VCI).

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Max-Planck- und die Fraunhofer-Gesellschaft unterstützen das Internationale Jahr der Chemie in Deutschland.