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Was der Lions Klub Hameln Weserbergland so alles bewirkt...

Die Kunst der Ingenieure - und die Kunst der Künstler finden sich bei Gruse konstruktiv unter einem Dach

Von Ralph Lorenz

21. Juni 2014 - Aerzen/Klein Berkel (wbn). Ist das noch Gruse oder ist das schon Kunst? Zwischen tonnenschweren Hebebühnen und anderen Fabrikationsteilen, frisch lackiert im Gruse-Blau, tummeln sich seltsame Geschöpfe.

Die nahezu lebensgroße Justitia-Holzskulptur hat sich erstaunt die Augenbinde hochgeschoben und blinzelt verwundert in die Gruse-Welt der mächtigen Produktionswerkstatt. Keck recken einige Papp-Damen auf ihren Podesten die Hälse, eine gewaltige Installation mit exotischen Früchten und heimischem Gemüse erstreckt sich von einem Deckenkran und zerfliest auf dem Werksboden.

Und dazwischen immer wieder Metallkonstruktionen, die für sich genommen durchaus künstlerischen Ansprüchen gerecht werden könnten, aber tatsächlich zur Auslieferung an die Gruse-Kundschaft bestimmt sind. Jede Gruse-Hebebühne ist ein Unikat. Jedes dieser Kunstwerke aus heimischer Weserbergland-Produktion ist ebenfalls ein einmaliges „Erzeugnis“.

(Zum Bild: Justitia-Holzplastik in der Gruse-Werkhalle. Unteres Motiv: Stoffige Pappmascheé-Damen zu Besuch bei Gruse. Fotos: Lorenz)

 

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Auslöser für dieses Vexierspiel ist Gruse-Geschäftsführer Ludger Helmig. Dem Ingenieur ist nichts zu schwör. Und so kam er auf die Idee die Gruse-Fabrikationshalle anzubieten als der seit einem Jahr bestehende Lions Club Weserbergland das „Einjährige“ und die Registrierung im Lionsregister in großem Rahmen zu feiern gedachte. Als einer von 44.500 Clubs weltweit.

Die Werkhalle ist tatsächlich ein sehr, sehr großer und schon deshalb origineller Rahmen geworden. So kam auch eine Idee zur anderen. Weil soviel Platz ist sollte auch das Künstlerische seinen Platz finden. Zwölf Kunstschaffende aus der Region bekamen die Möglichkeit ihre „Werk-Stücke“ in der Werkhalle auszustellen. Mitten im prallen Leben der Fabrikation. Ellen Ribbat, die das für den Lions Club Hameln Weserbergland organisiert hat, nennt die Ausstellung deshalb auch „Kunst im Werk“. Landrat Tjark Bartels und viele andere Promis aus der Region können die geballte Produktions-Kraft heute Abend anlässlich der offiziellen „Charterfeier“ bestaunen.

Für Ludger Helmig war es schon ein freudvolles Happening für sich als gestern am Spätnachmittag die illustre Künstlerschar mit ihren Radierungen, Plastiken, Goldschmiedearbeiten und Gemälden von der Produktionsstätte Raum ergriff. Im affektierten Werbesprech würde sowas „Art meets Industry“ heißen. Doch Helmig ist kein Mann der großen Worte, ein Macher eben. Das gilt auch für die Gruse-Mitarbeiter, die im Blaumann nach der Schicht mal eben mit angepackt haben, als die Aussteller ihre Kunstwerke an die Halle fuhren. 29 Mitglieder zählt der Lions Club Weserbergland inzwischen, Helmig ist eines davon. Unkonventionelle Ideen haben bislang diese kleine aber feine Gesellschaft in ihrem sozialen Engagement ausgezeichnet. Die so gefeierte Registrierung im weltweiten Lions-Register passt zu dieser einjährig kurzen aber heftigen Clubgeschichte.

Autowaschaktionen für einen guten Zweck und ein großartiges Konzert mit dem Polizeiorchester Niedersachsen gehören zu diesen Unternehmungen, die stets dem sozialen Engagement dienen. Das Besondere an diesem Lions-Club ist aber der Löwenanteil der Frauen. Mit siebzehn Mitgliedern sind sie in der Überzahl. (Und jeder Löwen-Forscher weiß: Bei den richtigen Löwen haben die Weibchen den größeren Anteil am Erhalt der Art. Sie sind die besseren Jägerinnen während die Paschas nur herumhängen und in der Mittagssonne das Maul aufreißen.) Präsidentin Marika Weise kann damit ein ganz besonderes Lions-Rudel im weltweiten Verbund vorweisen.

Die Tore der Gruse-Kunst-Werkstatt sind heute und Sonntag von 11 bis 16 Uhr geöffnet, überraschende Einblicke garantiert. Und die Gruse-Hebebühnen sind für sich genommen auch schon sehenswert. Ingenieurs-Kunst eben. Mit einer löwenstarken Hubkraft.

 

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