Die Gangster wollten Zigaretten mitgehen lassen…
Supermarkt-Mitarbeiter bemerkt Ladendiebe, stellt sie zur Rede und kassiert Faustschläge

Dienstag 21. April 2015 - Rahden (wbn). Ruppige Rangelei im Penny-Markt in Rahden: Beim Versuch, zwei Ladendiebe (26, 38) aufzuhalten, ist ein 35 Jahre alter Supermarktangestellter verletzt worden. Die Männer haben dem couragierten Mitarbeiter mit Fäusten ins Gesicht geschlagen.

Erst durch Unterstützung weiterer Kollegen gelang es dem Team des Marktes, das Räuber-Duo bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Zwei mutmaßliche Komplizen konnten zu Fuß und in einem blauen Opel flüchten. Wie sich später herausstellte, waren an dem Wagen gestohlene Kennzeichen aus Nordrhein-Westfalen montiert.

 

 

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Nach Aufnahme der Personalien mussten die Polizisten die zwei gefassten Straftäter wieder gehen lassen – wegen „fehlender Haftgründe“.

 

Nachfolgend der Polizeibericht aus Minden:

„Couragiert zugefasst haben Angestellte des Penny-Marktes an der Lemförder Straße, als diese am frühen Montagnachmittag zwei rabiate Ladendiebe dingfest machten. Bei der Rangelei wurde ein 35-jähriger Beschäftigter nicht unerheblich verletzt. Außerdem zerrissen Teile seiner Kleidung.

Die beiden Verdächtigen, zwei 26 und 38 Jahre alter Männer, hatten um kurz vor 14 Uhr im Kassenbereich zahlreiche Zigarettenschachteln eingesteckt und wollten damit unbemerkt an der Kasse vorbei. Als sie vom Personal aufgehalten wurden, griffen die Männer außerhalb des Marktes den 35-Jährigen an und schlugen ihn unter anderem mit den Fäusten ins Gesicht. Gemeinsam mit weiteren Angestellten gelang es aber das räuberische Duo bis zum Eintreffen der zwischenzeitlich alarmierten Polizei festzuhalten. Die Beamten legten den Männern umgehend Handfesseln an.

Doch die beiden Verdächtigen hatten offenbar noch zwei Komplizen. Einem gelang zu Fuß die Flucht. Der andere verließ ebenfalls das Geschäft, setzte sich in einen blauen Opel und fuhr auf die Gruppe zu. Unmittelbar davor stoppte er den Wagen ab, um dann wieder zurückzusetzen. Schließlich fuhr der Pkw auf der Mühlenstraße in östlicher Richtung davon. Von diesem bedrohlichen Fahrmanöver ließen sich die Angestellten aber nicht beeindrucken. Sie konnten den Polizisten sogar noch das aus dem Kreis Warendorf stammende Kennzeichen mitteilen. Ermittlungen der Beamten ergaben, dass die Kennzeichen bereits seit Anfang April als gestohlen im Fahndungscomputer der Polizei gespeichert waren. Eine Fahndung nach den Flüchtigen brachte am Nachmittag keinen Erfolg.

Nach Feststellung der Personalien der beiden gefassten Ladendiebe musste das Duo auf Grund fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Auf die Männer kommt nun eine Anzeige wegen räuberischen Diebstahls und Körperverletzung zu.“