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Einbrecher bahnten sich mit einem Steinwurf den Weg

In Salzhemmendorf an der Tanke unerlaubt Tabak "getankt"

Freitag 9. Oktober 2015 - Salzhemmendorf (wbn). Einbruch in eine Salzhemmendorfer Tankstelle.

Heute Nacht flog ein Stein durch die Glaseingangstür der Tanke in der Calenberger Allee. Die unbekannten Täter haben in noch unbekannter Menge Tabak „getankt“. Die Täter sind unerkannt geflüchtet.

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Stellungnahme der Gemeinderäte zur Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden in Salzhemmendorf

"Wir wollen, dass der Flecken Salzhemmendorf „bunt“ bleibt"

Donnerstag 10. September 2015 - Salzhemmendorf (wbn). "Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt haben bei uns keinen Platz" - mit einer Öffentlichen Erklärung haben die  Fraktionen des Gemeinderates Salzhemmendorf und der Ortsräte vor dem Hintergrund des fremdenfeindlichen Brandanschlages auf eine Unterkunft reagiert und gemeinsam ein Zeichen gesetzt.

Die Weserbergland-Nachrichten.de veröffentlichen nachfolgend den Wortlaut: "Die Mitglieder des Gemeinderates und der Ortsräte sind stolz auf die Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Solidarität, mit der die Bürgerinnen und Bürger des Fleckens, Vereine, Verbände und Verwaltung seit Monaten Flüchtlinge und Asylsuchende auch in nicht erwarteter Zahl bislang empfangen und in ihrer Mitte aufgenommen haben und dies auch weiterhin tun.

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Das besondere WBNachrichten-Video aus Salzhemmendorf
Jetzt brennt's auch bei der Feuerwehr - Sascha D. ist ein Tatverdächtiger in Feuerwehruniform gewesen. Die Uniform musste er jetzt erneut an den Nagel hängen

Montag 31. August 2015 - Salzhemmendorf (wbn). Irgendwo in der Dunkelheit des nächtlichen Feuerwehreinsatzes vor dem Haus in Salzhemmendorf, das zahlreichen Flüchtlingen als Unterkunft dient, muss der junge Mann stehen, der unter Verdacht ist diesen Brandanschlag verübt zu haben. Er trägt die Uniform eines aktiven Feuerwehrmannes und hat sich damit perfekt getarnt. Denn die Feuerwehr-Kameraden, die in dieser Nacht aus den Betten gesprungen sind um zum Brandort zu eilen, sind im Gegensatz zu ihm gekommen um Menschenleben zu retten. Und zu löschen.

Nur der eine nicht, eben dieser Sascha D. (24, Vater eines Kleinkindes) – und er war schon einmal als Brandstifter rechtskräftig verurteilt. Gestern Abend saßen Feuerwehrkommando und Gemeindebürgermeister im Rathaus von Salzhemmendorf zusammen, völlig konsterniert und konfrontiert mit der makabren Steigerung eines ohnehin kaum erträglichen Ereignisses, das die friedliche Gemeinde am Ith heimgesucht hat.

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Und dazu ist der 24-Jährige als Brandstifter auch noch Wiederholungstäter

Unglaublich abgebrüht: Erst am Brandanschlag beteiligt und dann als aktiver Feuerwehrmann im Löscheinsatz! Der tatverdächtige Sascha D. schockiert die Salzhemmendorfer Feuerwehr und den Bürgermeister

Sonntag 30. August 2015 - Salzhemmendorf (wbn). Unglaublich, der als Brandstifter tatverdächtige Sascha D. aus Salzhemmendorf soll nicht nur an dem Brandanschlag auf das Wohnhaus beteiligt gewesen sein, in dem bis zu vierzig Personen untergebracht worden waren, sondern sich auch an den Löscharbeiten aktiv beteiligt haben. So als hätte er gar nichts damit zu tun. Denn er war als aktiver Feuerwehrmann zur Tarnung mit der Salzhemmendorfer Feuerwehr zum Brandort ausgerückt. Mehr noch: Der 24 Jahre alte Familienvater war vor fünf Jahren schon einmal als Brandstifter aktenkundig geworden.

Er wurde nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Die Brandstiftung richtete sich damals jedoch nicht gegen Menschenleben sondern betraf einen Abfallcontainer. Nachdem er wieder um Aufnahme bei der Feuerewehr gebeten und erkennbar Reue gezeigt hatte, bekam er eine "zweite Chance". Jetzt wurde Sascha D. vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse in dem ehemaligen Schulgebäude umgehend aus dem Feuerwehrdienst beurlaubt - bis zur endgültigen Gerichtsentscheidung.

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Am Abend in Hannover:

Haftbefehl gegen die drei Tatverdächtigen von Salzhemmendorf - es geht um den Vorwurf des gemeinschaftlichen Mordversuchs und gemeinschaftlicher schwerer Brandstiftung

Samstag 29. August 2015 - Salzhemmendorf  (wbn). Entgegen anderslautenden Pressemeldungen vom heutigen Nachmittag ist gegen alle drei Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf das von Flüchtlingen bewohnte ehemalige Schulhaus in Salzhemmendorf nunmehr Haftbefehl erlassen worden.

Der Vorwurf lautet auf gemeinschaftlich versuchten Mord. Hinzu kommt gemeinschaftliche schwere Brandstiftung. Dies war am Abend auf Anfrage der Weserbergland-Nachrichten.de von Staatsanwältin Kathrin Söfker in Hannover zu erfahren.

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WBNachrichten-Video mit dem innenpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion
Watermann: "Hier können wir beweisen, dass wir es besser machen können als es bei NSU war"

Von Ralph Lorenz

Samstag 29. August 2015 - Hameln (wbn). Dickes Lob für die rasche Ermittlungsarbeit der Polizei von dem innenpolitischen Sprecher der SPD, dem heimischen Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann. Im Gespräch mit den Weserbergland-Nachrichten.de, das noch am gestrigen Abend im Studio aufgezeichnet worden war, machte Watermann aber auch deutlich: "Hier können wir beweisen, dass wir es besser machen können als es bei NSU war. Daß wir alles genau recherchieren und daraus unsere Schlüsse und Lehren ziehen."
Watermann weiter: "Man muss am Ball bleiben. Es ist ganz wichtig, dass wir die ersten Festnahmen nach solch einem Anschlag haben. In anderen Ländern ist das noch nicht passiert. Wir müssen jetzt analysieren wo kommen die Täter her, wie sind sie strukturiert."

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Festnahmen noch am selben Tag

Superschnell! Polizei ermittelt drei tatverdächtige Brandstifter aus Salzhemmendorf und aus Springe - die Frau wurde in Coppenbrügge geschnappt

Freitag 28. August 2015 - Hameln (wbn). Im Fall des Brandanschlags auf eine Asylbewerberunterkunft in Salzhemmendorf kann ein Ermittlungserfolg vermeldet werden; drei Täter wurden vorläufig festgenommen.

Der 24-jährige Mann, ein 30-jähriger Mann (beide aus Salzhemmendorf) und eine 23-jährige Frau aus Springe (Region Hannover) konnten nach Auswertung von Spuren, Zeugenaussagen und Vernehmungen sowie aufgrund von Vorerkenntnissen der Polizei ermittelt werden. Der 24-jährige Mann wurde heute Nachmittag gegen 17.30 Uhr  vor seiner Wohnung festgenommen; kurz darauf gegen 18.10 Uhr konnte der 30-jährige Mittäter angetroffen und festgenommen werden. Die Festnahme der Frau erfolgte um 19.00 Uhr in Coppenbrügge. Die Festgenommenen werden Morgen einem Haftrichter vorgeführt.

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E i l t! Hamelner Polizei kündigt jetzt Pressemitteilung zur Festnahme zweier Tatverdächtiger im Fall der Brandstiftung an
 
Eilt! Schneller Ermittlungserfolg?
Erste Erkenntnisse zu den Tätern - zwei Tatverdächtige sollen auch schon festgenommen worden und geständig sein


Freitag 28. August 2015 - Hameln (wbn). Nach Informationen des NDR soll es hinsichtlich des Brandanschlages in Salzhemmendorf zwei Tatverdächtige geben, die nunmehr auch geständig sein sollen.

In der Polizei-Pressekonferenz von heute Mittag war davon die Rede, dass die "besten Ermittler" im Weserbergland auf die Untersuchung des rechtsextremistischen Anschlags auf die Asylantenunterkunft in Salzhemmendorf angesetzt worden sind.

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Störer wurde aus dem Teilnehmerfeld entfernt

Demonstration mit mehr als 500 Teilnehmern ist friedlich verlaufenen - ein offenbar Rechtsradikaler wollte provozieren

Freitag 28. August 2015 - Salzhemmendorf (wbn). Außerordentlich friedlich und dem Ernst der Situation angemessen ist heute am späten Nachmittag die Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit in Salzhemmendorf verlaufen.

Auf der Calenberger Allee versuchte lediglich eine offenbar rechtsmotivierte Person zu provozieren und den Demonstrationszug zu stören. Dieser Störer wurde von Einsatzkräften aus dem Teilnehmerfeld entfernt. Die polizeilichen Maßnahmen, unter anderem Identitätsfeststellungen, dauern derzeit noch an.

 


Das aktuelle WBNachrichten-Video direkt vom Schauplatz der Demonstration
Kein Bock auf Nazis - das Weserbergland steht hinter den Flüchtlingsfamilien in Salzhemmendorf

Hameln (wbn). Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller hätte eigentlich bei einer Veranstaltung in Düsseldorf sein müssen. Jetzt steht sie jedoch vor dem Salzhemmendorfer Rathaus als Teilnehmerin der spontan vom Landkreis ausgerufenen "Gute Nachbarn"-Aktion. Sie tritt dem rechten Mob entgegen und zeigt sich geschockt, dass ein solcher Mordanschlag auch im Weserbergland, in Salzhemmendorf möglich gewesen ist. Beeindruckt war sie von der Vielfalt der Demonstranten "aller Glaubensrichtungen aus allen demokratischen Parteien" bei der Versammlung mit mehr als 500 Teilnehmern.
"Kein Bock auf Nazis" war mit Kreide auf den Pflasterseinen vor dem Salzhemmendorfer Rathaus geschrieben worden. Einige Demonstranten brachten selbst gemalte Protesplakate mit. Und viele trugen den Aufkleber "Guter Nachbar" am Revers, den Landkreismitarbeiter fleißig verteilten.

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