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Schüler (16) des Städtischen Gymnasiums erkrankt:
Gesundheitsamt meldet Masern-Ausbruch in Barntrup – Impfstatus von 2.400 Personen muss überprüft werden

Montag 1. Juni 2015 - Barntrup (wbn). Masern-Ausbruch in Barntrup! Nachdem sich bereits Ende Januar mehrere Menschen in Extertal mit der hochansteckenden Krankheit infiziert hatten, sieht sich der Kreis Lippe nun erneut mit einem meldepflichtigen Masern-Fall konfrontiert. Diesmal ist ein 16 Jahre alter Schüler des Städtischen Gymnasiums Barntrup erkrankt.

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Kreises Lippe haben deshalb bereits am Wochenende begonnen, alle Personen zu ermitteln, die während Zeit, in der der 16-Jährige ansteckend war, mit ihm Kontakt hatten. „Es gibt mehrere nicht geimpfte Familienangehörige und nahe Bekannte, die sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit angesteckt haben und in den nächsten Tagen erkranken werden“, erklärt Kreis-Gesundheitsaufseher Marco Schulze. Darüber hinaus gibt es aber noch rund 2.400 Personen, die mit dem Erkrankten oder einem Ansteckungsverdächtigen in den letzten Tagen Kontakt hatten und deren Impfstatus nun geklärt werden muss.

 

 

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„Dies betrifft insbesondere Schüler des Städtischen Gymnasiums Barntrup, der Grundschule Haxthausen in Barntrup, der Grundschule Alverdissen und der Karla-Raveh-Gesamtschule in Lemgo“, zählt Schulze auf. Darüber hinaus hat der 16-Jährige während der Zeit seiner Ansteckungsfähigkeit an einem Handball-Training, einer Jugendfreizeit und weiteren privaten Treffen und Feierlichkeiten teilgenommen.

„Masern sind hoch ansteckend. Deshalb ist es dringend erforderlich, alle nicht-geimpften Personen zu ermitteln“, erklärt Dr. Helmut Günther vom Gesundheitsamt des Kreises. „Problematisch ist bei dieser Krankheit, dass sich die Betroffenen schnell in falscher Sicherheit wiegen. Aber: Selbst, wer noch keine Symptome der Krankheit zeigt, kann ansteckend für seine Umgebung sein!“ Nicht-geimpfte Schüler der genannten Schulen dürfen daher vorerst nicht am Unterricht teilnehmen, bis sie eine Riegelimpfung erhalten haben oder nicht mehr potentiell ansteckend sind. Das Kreis-Gesundheitsamt rät den Eltern der betroffenen Schüler ihren Haus- bzw. Kinderarzt anzurufen und sich bezüglich einer (Riegel-)Impfung beraten zu lassen. „Keinesfalls sollten diese Kinder die Arztpraxen unangemeldet aufsuchen, da ansonsten alle dort anwesenden Personen einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt werden“, betont Dr. Günther. Er erinnert außerdem daran, dass die Experten des Kreis-Gesundheitsamtes grundsätzlich allen Eltern raten, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen.

Betroffene Eltern können weitere Informationen beim Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer (0 52 31) 62-233 erhalten.

 

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