Anhaltezeichen ignoriert und Gas gegeben:
Autofahrer (32) rast auf Kontrollstelle zu – Polizist muss sich mit einem Sprung zur Seite retten

Mittwoch 30. November 2016 - Lübbecke (wbn). Diese Aktion macht fassungslos: In Lübbecke ist ein 32 Jahre alter Autofahrer offenbar absichtlich mit hohem Tempo auf einen Polizisten zugefahren. Der Beamte konnte sich nur durch einen beherzten Sprung zur Seite davor retten, von dem Wagen erfasst zu werden. Besonders bedenklich: Der 32-Jährige wusste offenbar genau was er tat. Hinweise auf Drogen- oder Alkoholkonsum ergaben sich nach Angaben der Polizei nicht.

Der Autofahrer war zuvor zu schnell durch die Geschwindigkeitsmessstelle der Beamten gefahren und durch sein anschließendes seltsames Verhalten aufgefallen.

 

 

Fortsetzung von Seite 1

 

Nachfolgend der detaillierte Polizeibericht aus Minden:

„Um nicht von einem Pkw erfasst zu werden, musste ein Polizeibeamter am Dienstagabend auf der Straße "Am Esch" in Stockhausen zur Seite springen. Der Ordnungshüter hatte dem Autofahrer zuvor Haltezeichen gegeben, die der jedoch nicht beachtete und stattdessen sichtbar beschleunigte und auf den Beamten zufuhr.

Die Polizisten wollten den Wagen anlässlich einer Geschwindigkeitskontrolle stoppen, da der Fahrer das vorgeschriebene Tempolimit überschritten hatte. An seiner Wohnanschrift konnte der Mann, ein 32-jähriger Lübbecker, wenig später angetroffen werden. Da der Lübbecker behauptete, die "Aktion" gefilmt zu haben, beschlagnahmten die Einsatzkräfte nicht nur seinen Führerschein und das Auto, sondern auch das Handy des Mannes.

Aufgefallen war der Mann gegen 20.45 Uhr, als er mit Tempo 79 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer das Messgerät der Beamten des Verkehrsdienstes passierte. Da die Kontrolle ohne ein Anhalten der Verkehrssünder ausgerichtet war, setzte der Lübbecker seine Fahrt zunächst unbehelligt fort. Wenig später passierte der Mann aber erneut die Kontrollstelle und hielt in der Nähe an. Als die Einsatzkräfte ihn daraufhin kontrollieren wollten, fuhr er davon, um wenig später erneut aufzutauchen. Da der Wagen aufgrund der Dunkelheit von den Beamten nicht rechtzeitig erkannt wurde, war ein Anhalten des Fahrzeuges in diesem Moment nicht möglich.

Die Polizisten rechneten jedoch damit, dass der Mann sein ungewöhnliches Verhalten fortsetzen würde und postierten sich deshalb rechtzeitig auf der Straße. Als der Mann, wie vermutet, gegen 21.10 Uhr erneut die Messstelle passieren wollte, erhielt er die Anhaltezeichen. Bei dem Sprung des Beamten zur Seite schlug noch der Anhaltestab gegen den Pkw. Hinweise auf einen Drogen- oder Alkoholkonsum des 32-Jährigen ergaben sich nicht.“