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Respekt - Ermittler beweisen einen langen Atem:

Rätselhafter Mord an einem Weser-Angler nach 34 Jahren aufgeklärt - jetzt wird Anklage erhoben!

Dienstag 24. Juli 2018 - Nienburg (wbn). Ein rätselhaftes Tötungsverbrechen aus dem Jahre 1984 ist nunmehr aufgeklärt worden.

Gegen einen heute 54 Jahre alten Mann ist Anklage wegen Mordes erhoben worden. Der damals 20-Jährige soll demzufolge den leidenschaftlichen Hobbyangler Wilhelm Rettberg an der Weser in Nienburg „aus Habgier beziehungsweise in Verdeckungsabsicht“ so schwere Kopfverletzungen beigebracht haben, dass das Opfer an einem „Schädel-Hirn-Trauma“ gestorben ist.

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In jahrelangen Ermittlungen, Zeugenvernehmungen in Kanada und mit Hilfe einer Vorstellung des Falles in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst" konnte sich aus dem einst „kalten Fall‘“ eine heiße Spur entwickeln. Sie führte zu dem heute 54-jährigen Angeklagten.
Er muss sich jetzt vor dem Landgericht Verden verantworten.
Nachfolgend die heutige Mitteilung der Staatsanwaltschaft: „Nachdem in der Nacht vom 03.07. auf den 04.07.1984 der damals 49-jährige Wilhelm Rettberg in Nienburg am Weserwall ausgeraubt und getötet worden war, hat die Staatsanwaltschaft Verden gegen einen heute 54-jährigen Anklage wegen Mordes zum Landgericht Verden erhoben. Weil der Angeschuldigte zur Tatzeit 20 Jahre alt war und damit in strafrechtlicher Hinsicht Heranwachsender war, war die Anklage zur Jugendstrafkammer zu erheben. Dem Angeschuldigten wird die Tötung aus Habgier bzw. in Verdeckungsabsicht vorgeworfen. Soweit auch ein Tatverdacht wegen Raubes in Betracht kam, ist insoweit Verjährung eingetreten. Der Angeschuldigte befindet sich in anderer Sache in Strafhaft.

Zum Hintergrund: Wilhelm Rettberg war leidenschaftlicher Hobbyangler und hatte sich am Abend des 03.07.1984 in Richtung des Weserwalls begeben, um dort nach Würmern zu suchen. Sein Leichnam wurde am folgenden Morgen um 6:50 Uhr am Weserwall, rechte Weserseite in Höhe des Bürgermeister-Stahn-Walls, an der Uferbefestigung gefunden. Das Opfer hatte infolge erheblicher Gewalteinwirkung gegen den Kopf ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, an dem es verstarb. Ein Tatverdächtiger konnte lange Zeit nicht ermittelt werden.

Aufwändige Ermittlungen waren es, mit denen der Staatsanwaltschaft Verden die Aufklärung dieses sog. „cold case" gelang. Nach rund 2-jährigen intensiven Ermittlungen, die eine Vorstellung des Falles in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst" und mehrere Zeugenvernehmungen in Kanada umfassten, konnte Anklage erhoben werden.“

 

 

 

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