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Sechsjähriger Wallach geht mit der Kutsche durch:

Führerloses Kutschengespann macht Schlangen unsicher – Pferdehalter rettet sich mit Hechtsprung vom Bock

Freitag, 17. Juni 2016 – Schlangen (wbn). In Schlangen ist das Pferd los: Ein führerloses Kutschengespann raste am Donnerstagabend aufgebracht durch die Straßen des Ortes.

Gegen 19 Uhr endete eine Kutschfahrt im Tüttgenweg. Nachdem der Fahrgast ausstieg, scheute der sechsjährige Wallach, bäumte sich und ging schließlich mit der Kutsche durch. Der Pferdehalter versuchte den aufgebrachten Wallach zu beruhigen. Da ihm dies nicht gelang, rettete er sich mit einem Sprung von der Kutsche. Der Wallach durchbrach während der führerlosen Kutschfahrt eine kniehohe Mauer, einen Zaun und beschädigte ein geparktes Auto, bevor er vom Sohn des Pferdehalters gestoppt werden konnte.

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Nachfolgend der Polizeibericht aus Detmold:

„Im Bereich "Am Wasserhorn", "Am Heidland" und in der Mühlenstraße sorgte am Donnerstagabend ein führerloses Kutschengespann für Aufregung und Gefahr. Die alarmierte Polizei machte sich sofort mit akustischen und optischen Sonderrechten auf den Weg nach Schlangen. Noch vor Eintreffen der Beamten konnte das Pferd samt Kutsche in der Straße "Am Heidland" gestoppt werden. Was war geschehen? Der 64-jährige Pferdehalter befand sich gemeinsam mit einem Gast gegen 19.00 Uhr auf einer Kutschfahrt. Im Tüttgenweg hielt er das Gespann an und ließ den Fahrgast aussteigen. Kurz darauf scheute der 6-jährige Wallach, bäumte sich auf und ging mit der Kutsche durch. Der Pferdehalter versuchte vergebens das Gespann zu stoppen und sprang schließlich vom Bock, weil er um sein Leben fürchtete. Den Sprung überstand er ohne nennenswerte Verletzungen. Sein Sohn hatte zwischenzeitlich mit dem PKW die Verfolgung aufgenommen. Das führerlose Pferdegespann lief zunächst über die Mühlenstraße nach links in die Detmolder Straße und danach nach rechts in die Straße "Am Wasserhorn". Am Ende der Straße durchbrach das Pferd samt Kutsche eine kniehohe Mauer, anschließend einen Jägerzaun, beschädigte einen abgestellten PKW und rannte zurück, wobei die Kutsche auf die Seite kippte. "Am Heidland" gelang es dem Sohn des Pferdehalters, den Wallach zu stoppen und zu beruhigen. Das Pferd wies an den Läufen/Hufen Verletzungen auf, die behandelt werden mussten. Ob noch weitere Sachschäden entstanden sind, steht noch nicht fest. Die Kutsche konnte wieder aufgerichtet werden und war anschließend noch fahrbereit. Der Schaden am PKW und an der Mauer bzw. dem Zaun liegt insgesamt etwa bei 3.000 Euro.“

 

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