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In der Großküche waren sämtliche Herdplatten eingeschaltet
Schwelbrand in Flüchtlingsunterkunft: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Montag 18. Juli 2016 - Bad Nenndorf (wbn). Feueralarm in der Asylbewerberunterkunft in Bad Nenndorf: Dort hat offenbar jemand sämtliche Herdplatten in der Großküche eingeschaltet.

Weil außerdem ein Putzlappen unter einer Herdabdeckung versteckt worden war, hatte der zu kokeln begonnen . Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung, vermutet jedoch keinen fremdenfeindlichen Hintergrund. Sach- oder Gebäudeschäden gab es nicht – die Brandmeldeanlage hatte wegen des Qualms frühzeitig ausgelöst.

 

Fortsetzung von Seite 1

 

Die Ermittlungen dauern an.

Nachfolgend der Polizeibericht aus Nienburg:

„Am Sonntag, 17.07.2016, gegen 11.40 Uhr, kam es in der Straße Harrenhorst in der dortigen Asylbewerberunterkunft zu einem Einsatz von Feuerwehr und wenig später auch von der Polizei.

Hintergrund war ein Schwelbrand aufgrund eines verkohlten Putzlappen, der zuvor den Brandmelder in der Unterkunft ausgelöst hatte. Nach genauer Recherche konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr feststellen, dass in der Großküche im Kellergeschoss, sämtliche Herdplatten der dortigen Elektroherde eingeschaltet waren und sich unter einer der Herdabdeckungen ein Lappen befand. Dieser hatte aufgrund der Hitzeentwicklung angefangen zu kokeln.

Der Feuerwehr kamen die Umstände verdächtig vor, so dass auch die Polizei zu dem Einsatz gerufen worden ist. Diese ermittelt nun wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird nicht vermutet, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht ausgeschlossen werden. Von daher ermittelt die Polizei in alle Richtungen.

Durch den Brand entstand weder Personen- noch Gebäudeschaden. Insgesamt waren vier Einsatzfahrzeuge und 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Nenndorf vor Ort. Nach vorsorglicher Evakuierung der 16 Bewohner durch den dortigen Sicherheitsdienst, konnte das Wohnhaus nach dem Feuerwehr- und Polizeieinsatz wieder gefahrlos aufgesucht werden.“

 

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