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Die meisten gemeldeten Frauen kommen aus Rumänien
Erstmals offizielle Zahlen zur Prostitution in Niedersachsen
Sonntag 1. Dezember 2019 - Hannover (wbn). In Niedersachsen gibt es mindestens 3200 Prostituierte.
Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die dem NDR Niedersachsen vorliegen.
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Seit dem 1. Juli 2017 verpflichtet das „Prostituiertenschutzgesetz“ Sexarbeiterinnen, sich bei den Behörden anzumelden. Das Sozialministerium rechnet damit, dass die Zahlen noch steigen werden. Pressesprecherin Stefanie Geisler bedauert, dass sich vermutlich noch nicht alle Betroffenen registriert hätten: „Jede Prostituierte hat mit dem Gesetz auch den Anspruch auf eine Beratung bei den Gesundheitsämtern der Kommunen. Das ist ein ganz großer Vorteil. Und die Daten werden anonym behandelt.“
Auch Elke Bock von der Beratungsstelle für Prostituierte „Phoenix“ in Hannover geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Sie kritisiert, dass das Gesetz stigmatisiere: „Jede bekommt einen Ausweis, der sie als Sexarbeiterin kennzeichnet. Den müssen sie bei der Arbeit immer dabei tragen. Aber wo sollen sie den lassen, wenn sie nicht mehr arbeiten? Den legt man zu Hause irgendwo hin, der kann immer gefunden werden.“
Viele Prostituierte arbeiten ihrer Erfahrung nach heimlich. Insgesamt haben sich bundesweit fast 32800 Prostituierte bei den Behörden gemeldet. 6200 - das entspricht 19 Prozent - hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. 35 Prozent der gemeldeten Frauen kommen aus Rumänien, zehn Prozent aus Bulgarien, sieben Prozent aus Ungarn. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2018.
 

 



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