Timo Heider will den Druck spürbar erhöhen

Postbank-Tarifrunde: Mittagspausenaktion als Signal der ver.di-Mitglieder am Standort Hameln

Dienstag 27. August 2019 - Hameln / Hannover (wbn). Die fast zwei Millionen Mitglieder starke Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di erhöht den Druck in der Postbank-Tarifrunde und damit auch am Standort in Hameln.

Die Gewerkschaft ver.di hat am heutigen Dienstagmittag im Rahmen der Tarifrunde Postbank die Belegschaft des BHW zu einer „Mittagspausenaktion“ aufgerufen. „Rund 400 Kolleginnen und Kollegen machten deutlich, dass ihnen die Luft nicht ausgehen wird, indem sie bunte Luftballons in die Höhe reckten“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung von ver.di

Fortsetzung von Seite 1
„Notwendig wurde die Aktion da in der jetzigen Situation der Tarifrunde deutlich wird, dass der Arbeitgeber keine Bereitschaft für ein Tarifangebot zeigt,“ so Timo Heider, Betriebsratsvorsitzender am Standort Hameln. „Darum muss der Druck spürbar erhöht werden!“ Moritz Braukmüller, zuständiger ver.di Sekretär ergänzt: „Diese Aktion war ein erstes Zeichen, wir sehen uns aber in der Lage, da noch deutlicher zu werden!“
Die Gewerkschaft fordert für die rund 1.500 Beschäftigten der BHW-Kreditservice, sowie für die insgesamt 12.000 Beschäftigten bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Postbank Filialvertrieb sowie weiterer Tochterunternehmen eine Erhöhung der Gehälter um 7 Prozent, mindestens 200 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Beschäftigten sollen dabei wählen können, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit erhalten möchten.

Des Weiteren fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Für ver.di-Mitglieder werden außerdem sechs Gesundheits- und Entlastungstage gefordert. In den zwei bisherigen Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber selbst kein Angebot vorgelegt.