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Ermittlungsgruppe der Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Fünfmal hat's in Einbeck in Folge gebrannt: Das war kein Zufall - Millionenschaden am Salinenturm

Freitag 10. Juli 2020 - Einbeck / Salzderhelden (wbn). Im Raum Einbeck geht –umgangssprachlich gesehen - mutmasslich ein sogenannter „Feuerteufel“ um.

Die Einbecker Polizei spricht aber eher von einer Brandserie. Fakt ist: Es hat gleich fünfmal in Folge an verschiedenen Objekten aus "unbekannter Ursache" gebrannt. Es begann vor einer Woche im Ortsteil Salzderhelden mit dem spektakulären Vollbrand des Salinenturms. Dazu die Polizei: „Mehrere Anrufer meldeten am Freitag, gegen 23:10 Uhr, unabhängig voneinander, dass das Gebäude vollständig in Brand stehe. Der Brand konnte durch die alarmierten Ortsfeuerwehren der Umgebung unter Kontrolle gebracht und letztendlich gelöscht werden. Der zum Großteil aus Holz gebaute Bohrturm brannte jedoch vollständig aus. Ersten Einschätzungen nach entstand hierbei ein Schaden von ungefähr 1,5 Millionen Euro.

(Zum Bild: Der Salinenturm in Vollbrand. Der Schaden wird mit 1,5 Millionen Euro angegeben. Foto: Polizei)

 

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Der Bohrturm der Saline war von 2009 bis 2011 zum Großteil in ehrenamtlicher Arbeit restauriert worden und und wurde seitdem zu musealen Zwecken genutzt

Die Brandermittlungen dauern an, doch schnell wurde klar, dass das verheerende Feuer kein Zufall sein konnte. Denn schon am anderen Tag, ebenfalls in der Nacht, stand eine Gartenlaube in Flammen.

Auch hierzu die Einbecker Polizei: „Der Brandort ist im unmittelbaren Nahbereich zur Salzderheldener Saline gelegen, wo in der Nacht zuvor ein Bohrturm durch ein Feuer zerstört wurde. Durch die alarmierte Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Kleingärten verhindert werden. Um 23:18 Uhr wurde der Brand als gelöscht gemeldet. Zu Personenschäden kam es nicht.“

Und dann der nächste Schlag am Sonntag, 5. Juli. Der Polizeibericht: „Bereits zum dritten Mal an einem Wochenende, musste die Feuerwehr in der Sonntagnacht, am 5.7.2020, zu einem Brand ausrücken. Zeugen meldeten gegen 23:09 Uhr über Notruf, dass offensichtlich in der Kleingartenkolonie am Hubeweg, ein Gartenhaus brennen würde. Die sofort eingesetzten Kräfte konnten einen tatsächlichen Brand oberhalb des Schulzentrums feststellen, jedoch ein vollständiges Abbrennen einer dort befindlichen Gartenlaube nicht mehr verhindern. Durch die vor Ort eingesetzten Polizeibeamten wurde dann während der Löscharbeiten, im Nahbereich noch eine weitere Gartenlaube festgestellt, in der bereits eine darin befindliche Matratze qualmte.“

Am gestrigen Donnerstag, 9. Juli, wurde dann in Einbeck in der Friedrich-Abert-Straße ein Altkleidercontainer angesteckt. Am frühen Morgen gegen 5.15 Uhr traf der entsprechende Notruf einer Frau ein. "Es ist davon auszugehen, dass dieser erneute Vorfall im Zusammenhang mit den vorherigen Bränden in den letzten Tagen steht", hieß es dazu im Polizeibericht.

Die Brandserie hat die Polizei veranlasst mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit zu gehen und eine Ermittlungsgruppe zu bilden.

Polizeioberrat Niklas Fuchs, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion in Einbeck: "Wir werden mit verstärktem Personal- und Ressourceneinsatz die genauen Umstände der Brände untersuchen. Aussagen zur jeweiligen Brandursache können derzeit noch nicht getroffen werden. Wir ermitteln in alle Richtungen und bitten Bürgerinnen und Bürger, die sachdienliche Hinweise geben können, sich an die Ermittlungsgruppe unter Telefon 05561-949780 zu wenden. Die kriminaltechnischen Untersuchungen dauern derweil noch an."

 

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