Der lokale Trend in der Rattenfängerstadt war auf Seite der CDU

Der klare Sieg von Bürgermeister Claudio Griese ist die Krönung in der "Krone"

Aus Hameln berichtet Dirk H e u e r

Sonntag 12. September 2021 - Hameln (wbn). Freude bei der CDU in der „Krone“, dem traditionellen Wahllokal in Hameln.

19.25 Uhr: Die Stimmung bei der Hamelner Stadt-CDU könnte nicht besser sein. Der bundesweite Trend spielt bei den Kommunalwahlen in der Rattenfängerstadt erkennbar keine Rolle. Der lokale Trend stabilisiert sich auf mehr als 50 Prozent, auch wenn noch nicht alle Wahlbezirke ausgezählt sind. Dementsprechend gibt sich der amtierende Oberbürgermeister (OB) Claudio Griese, wie es seine Art ist, vorsichtig optimistisch. Rund 300 Wahlhelfer zählen emsig und mit größter Sorgfalt die Briefwahlstimmen aus. „Es entwickelt sich zum Positiven“, freut sich ein CDU-Mitglied um 19.36 Uhr. Bereits kurz vor 18 Uhr hatten sich die ersten CDUler im Hotel „Zur Krone“ eingefunden. Sie hoffen selbstbewusst auf mehr als 50 Prozent. „So kann es weitergehen“, meint ein CDU-Mann, als die ersten Ergebnisse bekannt werden: Gute 40 Prozent und der Trend geht kontinuierlich nach oben – die von einigen Optimisten aus dem anderen Lager angedachte Stichwahl wird immer unwahrscheinlicher.

(Zum Bild: Gespannt wie seine Parteifreunde verfolgt Claudio Griese den Trend nach oben über die 50-Prozent-Marke hinaus. Foto: Heuer)

 

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Wenig später erscheinen der OB mit Familie –  der sieben Monate alte Constantin Griese brabbelt fröhlich vor sich hin. Mit jedem neuen Ergebnis steigt die Stimmung.

Um 18.51 Uhr „knackt“ der OB-Kandidat die 50-Prozent-Hürde. Beifall brandet auf, der erste Ruf nach Sekt wird laut. Griese bleibt vorsichtig optimistisch, auch als 74 der 78 Bezirke ausgezählt sind. Rund 200 Helfer zählen die Briefwahlstimmen aus. „Die Stimmung bei den Haustürgesprächen während des Wahlkampfes war gut“, resümiert Griese auch mit Blick auf die vergangenen sieben Jahre, „die nicht immer einfach waren.“ Er freut sich, dass „die Bürger uns das Vertrauen geschenkt haben. Ich bin dankbar dafür.“ Flüchtlingskrise und Pandemie habe die Stadt gut gemanagt. Seinen Sieg bezeichnet er als eine kleine Sensation, angesichts der zahlreichen Kandidaten. In den kommenden Jahren stünden nun Bildungspolitik, Verabschiedung des Klimaschutzkonzepts und die Förderung der Altstadt an, sagt er den Weserbergland-Nachrichten.de auf eine entsprechende Frage.

Mit Mitteln des Städtebauprogramms „Lebendige Stadt“ sollen die  nächsten Schritte am Weserufer verwirklicht werden. 20.21 Uhr: Die SPD steht an der Tür und gratuliert mit starkem Aufgebot zur Wiederwahl. „Danke für den fairen Wahlkampf“, sagt  Ingo Reddeck, Ortsvereinsvorsitzender der Hamelner SPD. „Das Ergebnis stärkt die kommunale Demokratie“, meint Uli Watermann, SPD-Landtagsabgeordneter. Und Landrat Dirk Adomat (SPD) nickt zustimmend. Allgemeiner Beifall.