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Falscher "Staatsanwalt" hat "Mitarbeiterin" geschickt

Telefon-Trickbetrüger haben für heiße Ohren gesorgt: Alte Frau übergibt in Panik größere Summe

Freitag 17. Juni 2022 - Hildesheim (wbn). Wieder einmal haben skrupellose Telefonbetrüger in einer Kombination von „Enkeltrick“ und „Falschen Polizeibeamten“ sowie „falschem Staatsanwalt“ eine gutgläubige Seniorin um eine größere Summe erleichtert.

Angeblich hätte ihr Sohn eine schwangere Frau überfahren. Er werde nun in ins Gefängnis nach Hannover gebracht wo er „Lynchjustiz“ befürchten müsse. Und natürlich könne die schockierte alte Dame ihren Sohn freikaufen.

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Was sie auch gutgläubig getan hat. Erst hinterher erfuhr sie, dass sie gar nicht von ihrem weinenden Sohn angerufen wurde. Und es auch nicht den „Polizisten“ und den „Staatsanwalt“ gibt. Zu keinem Zeitpunkt würde ein „Staatsanwalt“ in solch einer Situation eine Kaution verlangen und dazu seine „Sekretärin“ schicken.  Nachfolgend der Polizeibericht: „Betrüger setzten gestern, 16.06.2022, eine ältere Frau aus Hildesheim mit einem "Schockanruf" dermaßen unter Druck, dass die Frau ihnen eine größere Geldsumme aushändigte.

Die Masche, derer sich die Täter bedienten, ist eine Kombination von "Enkeltrick" und "Falscher Polizeibeamter". Den Ermittlungen zufolge erhielt die ältere Dame am Donnerstag nachmittag einen Anruf. Sie war zunächst mit einer männlichen Person verbunden, die weinte und die die Frau für ihren Sohn hielt. Das Gespräch wurde dann von einem Mann übernommen, der sich als Polizeibeamter ausgab. Dieser erzählte der Frau, dass ihr Sohn bei einem Verkehrsunfall eine schwangere Frau überfahren habe. Ferner sprach er von Angehörigen der Frau, die nun Selbstjustiz ausüben wollten. Im weiteren Verlauf wurde die Seniorin von einem weiteren Mann auf ihrem Mobiltelefon angerufen, der sich als Oberstaatsanwalt aus Hannover ausgab.

Dieser gab an, dass ihr Sohn ins Gefängnis nach Hannover verbracht werde und auch dort mit Lynchjustiz rechnen müsse. Durch die Zahlung einer Kaution könne sie ihn aus dem Gefängnis holen. Die Dame wurde nach ihren finanziellen Verhältnissen ausgefragt und anschließend angewiesen, eine ausgemachte Summe an einen vereinbarten Ort in Hannover zu bringen und an eine Mitarbeiterin des angeblichen Oberstaatsanwalts auszuhändigen. Dieses Vorgehen wurde mit der Corona-Pandemie begründet. Während der anschließenden Fahrt wurde die Frau permanent in der Leitung gehalten. Dadurch verhinderten die Betrüger, dass die Frau zwischenzeitlich andere Telefonate führen konnte und der Schwindel womöglich aufflog.

Kurz nachdem die Seniorin in Hannover ankam, erschien eine weibliche Person und nahm das Geld an sich.

Dass die Frau Opfer von Betrügern wurde, realisierte sie nach ihrer Rückkehr, als es zu einem Kontakt mit ihrem Sohn kam.“

 

 

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