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Jäger jagen Unfallverursacher:

Wildsau auf der Bundesstraße 217 - zwei Pkw schwer beschädigt, sechs Verletzte

Hachmühlen (wbn). Sechs Verletzte, zwei schwer beschädigte Personenwagen – und der Unfallverursacher ist noch immer flüchtig, obwohl er selbst erheblich verletzt worden sein muss.

Eines steht aber schon fest, was den Unfallverursacher betrifft: Es war ein Wildschwein. Die wilde Sau war gestern am späten Abend in die Fahrbahn eines Hamelner Golffahrers gelaufen. Der hatte auf der Bundesstraße 217 instinktiv ein Ausweichmanöver versucht, worauf das Fahrzeug außer Kontrolle geriet und letztlich frontal mit einem anderen, voll besetzten Personenwagen kollidierte.

 

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Genau dieses instinktiv vollzogene Ausweichmanöver, das jeder Autofahrer und Tierliebhaber sehr gut nachvollziehen kann, war jedoch nach Expertenmeinung ein schwerer Fehler. Nachfolgend der Polizeibericht, verbunden mit Tipps zum Verhalten bei unerwarteten Verkehrsteilnehmern auf unfreiwilliger „Wildbahn“: Auf der Bundesstraße 217 zwischen Hachmühlen und Hasperde ereignete sich am späten Donnerstagabend, 5.9.2013, gegen 22:15 Uhr, ein Wildunfall, durch den sechs Fahrzeuginsassen leicht verletzt und zwei Fahrzeuge schwer beschädigt wurden. Nach den Ermittlungen der Polizei wechselte zur Vorfallszeit vor einem Golffahrer (34, aus Hameln), dieser fuhr von Hachmühlen in Richtung Hameln, ein Wildschwein unter der Mittelplanke hindurch die Fahrbahn. Der Golffahrer wich aus, erfasste das Tier dennoch mit dem Fahrzeug.

Anschließend prallte der Pkw des 34-Jährigen dann jedoch gegen eine Leitplanke, drehte sich um 180 Grad und kam nach einem weiteren Anprall gegen die Mittelleitplanke entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Ein nachfolgender, mit fünf Personen besetzter Pkw konnte vom Fahrer (27) nicht rechtzeitig abgebremst werden und stieß frontal mit dem Golf zusammen. Alle Fahrzeuginsassen wurden durch den Unfall leicht verletzt. An den unfallbeteiligten Fahrzeugen entstanden Totalschäden. Das angefahrene Wildschwein (Kollisionsspuren wurden im Rahmen der Unfallaufnahme festgestellt) konnte bislang nicht aufgefunden werden. Daher steht nun eine Nachsuche mit einem Fährtenhund durch die zuständigen Jäger an.

"Wechselt Wild die Fahrbahn so gilt: Vollbremsung, Lenkrad fest und gerade halten, nicht ausweichen!", weist der Verkehrssicherheitsexperte der Polizeiinspektion Hameln, Hauptkommissar Andreas Hinz, die Verkehrsteilnehmer auf Grund des Vorfalles hin und erläutert: "Gerade durch Ausweichmanöver werden Fahrzeuge auf Grund der gefahrenen Geschwindigkeiten unkontrollierbar! Wer einen Zusammenstoß mit dem Tier durch Ausweichen vermeiden will, der riskiert schwerste Verletzungen!"

Über Wildunfälle, sowie das richtige Verhalten vor und nach einem Wildunfall, informieren die Polizei Hameln und die Jägerschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont alle Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer auch beim Verkehrssicherheitstag auf dem Hamelner Rathausplatz am Sonntag, 15. September, von 11-17 Uhr. Dabei rechnen die Jäger den Besuchern vor, wie hoch die Aufprallenergie verschiedener Wildtiere beim Zusammenstoß mit Fahrzeugen ist und zeigen auch, wie sich Wildunfälle durch Reflexion an Leitpfosten verhindern lassen. Umfassende Informationen zu diesem und vielen weiteren Verkehrsgefahren halten die Polizei und ihre Partner in der Verkehrssicherheitsarbeit am Verkehrssicherheitstag auf dem Hamelner Rathausplatz für Fahrzeugführer bereit.

 

 

 



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