Verdachtsmomente tauchten in Zusammenhang mit Kinderpornoring in Kanada auf

Der unter Verdacht stehende Ex-Abgeordnete Edathy bleibt noch immer von der Bildfläche verschwunden

Nienburg (wbn). Selbst die Genossen haben keine ahnung. Der angeblich unter kinderpornografischen Verdacht stehende ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy ist nach wie vor regelrecht abgetaucht.

Möglicherweise hält er sich an einem unbekannten Ort im europäischen Ausland auf. Er selbst hatte sich gestern in einem facebook-Eintrag gegen solche Mutmaßungen gewehrt und deutlich gemacht, dass auch für ihn die Unschuldsvermutung zu gelten habe. Gleichwohl  berichten Medien wie NDR und Spiegel, dass der Verdacht im Zusammenhang mit kanadischen Ermittlungen gegen einen internationalen Kinderpornoring aufgetaucht sein sollen, die auch dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden bekannt sind. Es soll bei den Vorgängen Edathys Rechner-Adresse (IP-Adresse) aufgetaucht sein.

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Gleichzeitig soll der Vorgang aber auch als „minder schwerer Fall“ eingestuft worden sein. Der angesehene Innenpolitiker genießt nicht nur bei seinen Parteifreunden einen starken Vertrauensvorschuss. Für Irritationen sorgte aber schon der Umstand, dass Edathy erst am vergangenen Freitag und damit kurz vor Bekanntwerden der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihn überraschend sein Abgeordnetenmandat zurückgegeben hatte. Parteifreunde nahmen gesundheitliche Gründe, möglicherweise ein sogenanntes „Burnout“ an.