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Trinkt es sich jetzt auf chinesischem Kopfsteinpflaster besser? Hat sich der Korruptionsbeauftragte als Weihnachtsmann getarnt?

Seit 10 Uhr eröffnet: Hamelns Glühweinmarkt, fälschlicherweise auch Weihnachtsmarkt genannt

Hameln (wbn). Die Bergrücken im Weserbergland sind seit heute Morgen mit Schnee dekoriert – da darf auch der traditionelle Glühweinmarkt in der Hamelner Innenstadt nicht fehlen. An 23 (!) Buden wird Glühwein unterschiedlichster Alkoholstärke verabreicht. Seit dem heutigen Mittwoch, 10 Uhr, gehen die Marktbeschicker der verantwortungsvollen Tätigkeit des Glühwein-Ausschenkens nach, um mit einem markigen, aber sehr eigennützigen „zum Wohle“ und einem möglichst niedrigen Materialeinsatz von weniger als 20 Cent pro Glas den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen.

Das dient in erster Linie dem eigenen Wohle des risikofreudigen Standbetreibers, was die bezahlenden Gäste aber nicht daran hindert, sich selbst zuzuprosten und „zum Wohle“ zu sagen. Nach dem Glühweinmarkt dürfte es in Hameln wieder einige Millionäre mehr geben. Der Glühweinmarkt wird in diesem Jahr voraussichtlich auch einen Rekordbesuch verzeichnen. Denn noch nie wurde so früh die Werbetrommel gerührt wie in diesem Jahr. Dabei bedienten sich die Verantwortlichen, die aber gleichzeitig jegliche Verantwortung von sich weisen, einer raffinierten Werbestrategie, die es bis in die bundesweiten Schlagzeilen und TV-Nachrichten schaffte.

(Zum Bild: Weihnachtsmarkt in Hameln. Jetzt wird wieder frohlockt und Glühwein getrunken. Foto: Weserbergland-Nachrichten.de)

Fortsetzung von Seite 1

Es begann im Sommer mit einer gut kalkulierten Beschimpfung im Rathaus. Der Interessengemeinschaft Weihnachtsmarkt sollen von einem Bediensteten der Stadt „Stasi-Methoden“ vorgeworfen worden sein, worauf Türen knallend ins Schloss fielen und sich die Beteiligten vorerst nichts mehr zu sagen hatten. Diese geniale PR-Trick brachte den diesjährigen Glühweinmarkt (fälschlich auch als Weihnachtsmarkt bezeichnet) bei gefühlten Außentemperaturen von 30 Grad in die Schlagzeilen der heimischen Presse und veranlasste Susanne Lippmanns Pressesprecher, der von Amts wegen des Öfteren an den Weihnachtsmann glauben muss, zu der Beteuerung, dass auch in diesem Jahr der sogenannte „Weihnachtsmarkt“ stattfinde.

Ein spezieller Glühweinstandbesitzer, der offenbar – wie auch immer – nicht genug vorgeglüht hatte, wurde nach einem System, das nur Insider durchschaut zu haben glauben, diesmal nicht zugelassen. Die besondere Tragik wurde umgehend offenbar. Tausende Glühwein-Abhängige schrieben einen Verzweiflungsbrief mit Sammelunterschrift und beschäftigen möglicherweise noch den Ombudsmann des Niedersächsischen Landtages, der natürlich auf diese Weise erfährt, dass in Hameln Niedersachsens heißester Glühweinmarkt stattfindet. Geradezu genial war die Idee Osnabrücker Polizisten, mit ihrer Hundertschaft einen Betriebsausflug zwecks Glühweinmarkt nach Hameln zu machen. Sie schienen sich jedoch im Datum und in der Adresse geirrt zu haben. Jedenfalls landeten sie im Rathaus, irrten in Springe und Lemgo umher und beschlagnahmten Akten, aus denen schließlich das tatsächliche Datum des Glühweinmarktes von Hameln ersichtlich war.

Auch ein Richter und mehrere Staatsanwälte begaben sich auf die heiße Spur des Glühweinmarktes zu Hameln. Die Stadt selbst hat keine Kosten gescheut und die Innenstadt mit Pflaster aus China bepflastert. Damit jene, die nach zuviel Glühweingenuss waagrecht auf dem neuen Kopfstein aufschlagen, sehen wie schön die Fußgängerzone auf allen Ebenen ist.

Das Verwaltungsgericht in Hannover hatte auch in diesem Jahr den Hamelner Glühweinmarkt auf die Tagesordnung gesetzt – nur daran erkennen die Richter wohl, dass die Zeit des gemeinsam verordneten Frohlockens eingeläutet wird. Da sich an ihre Richtersprüche offenbar ohnehin niemand hält, haben sie auch im nächsten Jahr wieder reichlich zu tun. Und irgendwann werden die Richter selbst einen langen Bart haben.

Zu den alljährlichen Ritualen gehört auch die Behauptung des Pressesprechers der Stadt Hameln, es finde nicht der Glühweinmarkt sondern der Weihnachtsmarkt statt. Auch ist er nicht von dem irrigen Glauben abzubringen, dass diese feucht-fröhliche Veranstaltung in erster Linie für Kinder gedacht sei. Dabei dürfen Kinder gar keinen Glühwein trinken. Sie sind einzig dazu da die Erwachsenen zu begleiten, damit diese später im Zustand der Volldröhnung wieder nach Hause finden.

Vorweihnachtlicher Lichterglanz rund um Hochzeitshaus und Marktkirche

Die Polizei zeigt sich in diesen Tagen ihrer Fürsorgepflicht für das Wohl der Bürger voll bewusst und kontrolliert in zuverlässigen Abständen den Alkoholgehalt in der Glühwein-Atemluft der Hamelner Glühweinmarkt-Spätheimkehrer. Nur so kann der Qualitätsstandard der Getränke mit den vielen Umdrehungen gewährleistet bleiben. Gleichwohl wird keiner der Kontrollierten zugeben auf dem Glühweinmarkt gewesen zu sein. Sie halten es wie Wahmes und sprechen beschönigend vom Weihnachtsmarkt. Das Märchen vom angeblichen Weihnachtsmarkt, das Lippmanns Pressesprecher Thomas Wahmes alljährlich wieder der Presse auftischt, sei der Leserschaft der Weserbergland-Nachrichten.de aber nicht vorenthalten. (Hinweis der Redaktion, bei einem Glas Glühwein liest sich der Text besser.)

Wahmes schreibt also:  "Vorweihnachtlicher Lichterglanz rund um Hochzeitshaus und Marktkirche, festliche Atmosphäre in der Osterstraße: Wo könnte man sich besser auf das Weihnachtsfest einstimmen als auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands? Die Zeit des Wartens ist nun vorbei. Am Mittwoch, 24. November, öffnet die Budenstadt im Hamelner Zentrum.

Es ist die besondere Atmosphäre inmitten historischer Gebäude, es sind die liebevoll geschmückten Holzhäuschen, die den Reiz des Hamelner Weihnachtsmarktes ausmachen. In insgesamt 65 Buden werden weihnachtliche Waren wie Weihnachtsschmuck, Holzspielzeug, Kerzen, Gläser, Geschenkartikel, Keramik und vieles mehr angeboten. Für das leibliche Wohl sorgen Bratwürstchen, Reibekuchen, süße Sachen und natürlich auch Kakao und Glühwein.

Die Jugendwerkstatt hat auf dem Lütjen Markt ein weihnachtliches Handwerkerdorf mit einem Café aufgebaut – allein dafür lohnt sich schon der Besuch des Weihnachtsmarktes. Auch hier ist alles festlich dekoriert, lassen Weihnachtsbäume und Lichterketten adventliche Stimmung aufkommen. Heimische Chöre und Kapellen stimmen an den Adventssonntagen auf das Fest ein. Am 1. Advent tritt das Vororchester des Feuerwehrmusikzugs Halvestorf um 14 Uhr auf dem Pferdemarkt (gegenüber der Marktkirche) auf; Schülerinnen des Viktoria-Luise-Gymnasiums musizieren am 2. Advent um 14.30 Uhr in der Marktkirche, am 3. Advent ebenfalls um 14.30 Uhr sind die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule an der Reihe. Anschließend, um 18 Uhr, treten die Hamelner Blechbläser auf. Der 4. Advent steht im Zeichen des Gospelchores „Salt-n-light“ (14.30 Uhr, Marktkirche).

Jeweils donnerstags um 18 Uhr wird in der Adventszeit zu Konzerten in die Marktkirche eingeladen, freitags von 17 bis 18 Uhr (erstmals am 3. Dezember) werden in der Taufkapelle der Marktkirche Märchen und Geschichten dargeboten. Ebenfalls freitags um 18.30 Uhr ist ein Turmbläser zu hören.

Bürgermeister Herbert Rode wird den Weihnachtsmarkt am Donnerstag, 25. November, um 17 Uhr auf dem Pferdemarkt (gegenüber der Marktkirche) offiziell eröffnen. Die Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes (bis zum 23. Dezember): montags bis mittwochs von 10 bis 20 Uhr, donnerstags, freitags und samstags von 10 bis 21 Uhr sowie sonntags von 11 bis 20 Uhr.“

 

 



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