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Totgesagte leben länger:
Sieben skurrile Internet-Prophezeiungen, die sich bis heute nicht bestätigt haben

Dienstag 28. Juni 2016 - Berlin (wbn). „In zwei Jahren wird es keine Spam-Mails mehr geben!“, „Das Internet wird sich niemals durchsetzen!“ – diese und ähnliche Aussagen tauchen im Zusammenhang mit der digitalen Welt immer wieder mal auf. Selbst geniale Tech-Insider wie Bill Gates haben sich schon zu Prognosen hinreißen lassen, über die Internetnutzer im Nachhinein nur milde lächeln können.

Die Experten von „Ve Interactive“, Anbieter der einzigen datengetriebenen Fullservice-Plattform mit On- und Offsite-Lösungen zur Conversion-Optimierung, haben jetzt die sieben skurrilsten Tech-Weissagungen zusammengestellt.

 

 

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(1) „Onlineshopping: Theoretisch machbar, jedoch ein Flop bei der Durchsetzung“, TIME Magazine 1966

Das TIME Magazine ist eigentlich ein Garant für gut recherchierte Artikel und treffsichere Prognosen. Ein Artikel aus dem Jahre 1966, der sich unsere Welt zur Jahrtausendwende vorstellt, kommt neben exakten Voraussagen auch zu einer absoluten Fehleinschätzung. Die recht einfache Erklärung, warum Onlineshopping sich nicht durchsetzen würde, war, dass Frauen es einfach zu sehr lieben aus dem Haus zu gehen und einzukaufen. Bei einem Umsatz von mehr als 40 Milliarden Euro 2015 allein in Deutschland kann man wohl kaum von einem „Flop“ sprechen.

(2) „Nächstes Weihnachten wird der iPod schon tot sein!“, Alan Sugar 2005

Alan Sugar, Teilnehmer der Casting-Sendung „The Apprentice“ (mit Donald Trump), lehnte sich vor gut zehn Jahren weit aus dem Fenster. Ein wenig zu weit sogar: Der iPod ging selbst 2008 noch mehr als 54 Millionen Mal über die Ladentheke. Somit ist und bleibt der iPod der erfolgreichste mp3-Player aller Zeiten. Im Gegensatz zu Sugar hatte Steve Jobs Recht, als er sagte, der iPod werde das Musikhören für immer verändern.

(3) „Es gibt einfach nicht genug Videos, die ich sehen möchte!“, Steve Chen 2005

Fast unglaublich, dass dieser Satz vom Mitgründer des heutzutage größten Video-Netzwerkes der Welt stammt. Im März des Jahres 2005 listete das Portal zwar nur etwa 50 Videos, allerdings war die Sorge Chens, es werde bald lediglich als „netter Versuch“ in die Historie eingehen. Völlig unbegründet übrigens, denn Google sah offensichtlich das große Potenzial und kaufte YouTube im November 2006 für mehr als 1,6 Milliarden Dollar. Über die Jahre wurde Chens Irrtum deutlich: Mehr als eine Milliarde User zählt YouTube heute; und eines der erfolgreichsten Videos, der Clip zum Song „Gangnam Style“ von Psy, wurde sogar knapp 2,5 Milliarden Mal angeklickt – bestimmt auch von Chen.

(4) „In zwei Jahren wird das Spam-Problem behoben sein!“, Bill Gates 2004

Der Microsoft-Gründer, seit Jahren reichster Mensch der Welt, scheint Einiges richtig gemacht zu haben. Trotz des Konkurrenten Apple gibt es doch kaum jemanden, der nicht wenigstens einmal das Betriebssystem mit den bunten Fenstern genutzt hat. Doch auch Mister Gates hat nicht immer den richtigen Riecher. Im Jahr 2004 ließ er sich zu der Aussage hinreißen, dass es in zwei Jahren keinen Spam mehr geben wird. Jeder, der einen E-Mail-Account besitzt, kann sich täglich vom Irrtum dieser Aussage überzeugen: Noch im Jahr 2014 wurden rund 28 Milliarden dieser nervenden Mails versendet – täglich (Quelle: Statista).

(5) „In fünf Jahren wird es keinen Grund mehr geben, ein Tablet zu besitzen!“, Thorsten Heins 2013

Der Geschäftsführer von Blackberry sollte es als Tech-Insider eigentlich besser wissen. Heins Meinung nach sind Tablets kein gutes Business-Modell. Zwar flachte die Nachfrage ab 2015 etwas ab, doch auch in diesem Jahr wurden bereits wieder  206 Millionen Einheiten verkauft (Quelle: Statista). Heins scheint seine Fehleinschätzung erkannt zu haben, denn er nahm seine Aussage tatsächlich zurück und kündigte stattdessen an, dass Blackberry nun selbst an der Herstellung von Tablets interessiert sei. Sieht nun so aus, als sei Blackberry kein gutes Business-Model mehr.

(6) „Ich prophezeie, dass das Internet zu einer spektakulären Supernova wird und 1996 schließlich katastrophal kollabiert!“, Robert Metcalfe 1995

Robert Metcalfe ist zweifellos ein digitales Genie. Er hat das Ethernet (LAN-Technologie) mitentwickelt und das global agierende Unternehmen 3Com gegründet. Im Jahr 1995 ließ er sich zu einer aus heutiger Sicht abstrusen Aussage hinreißen: Seiner Meinung nach war nämlich das gesamte Internet - ohne das wir uns unseren heutigen Alltag gar nicht mehr vorstellen können - zum Scheitern verurteilt. Dies ließ er die Welt 1995 in einer Kolumne im Magazin InfoWorld wissen. Später bekannte Metcalfe sich öffentlich zu seinem Irrtum und aß aus Reue seinen eigenen Artikel – na, wohl bekomms!

(7) „Die Menschen werden es bald überdrüssig sein, jeden Abend in die Röhre zu starren!“, Darryl Zanuck 1946

Dass ein Alltag ohne Fernsehen in Industrienationen nahezu unvorstellbar ist, sei unbestritten. Nur knapp 500.000 der deutschen Haushalte besitzen derzeit kein TV-Gerät (Quelle: Statista) – bei mehr als 80 Millionen Deutschen insgesamt. Mit mehr als 200 Minuten täglichem TV-Konsum misst man außerdem die höchsten Werte seit fast zwanzig Jahren. Angesichts dieser Zahlen kann man über die Prognose Darryl Zanucks, Vizepräsident von 20th Century Fox, aus dem Jahr 1946 also nur schmunzeln. Die Kombination von analog und digital durch PAY-TV-Betreiber wie Netflix oder Amazon stellen das Fernsehen heute auf eine weitere Stufe und die Reise zum ultimativen Erlebnisfernsehen ist noch lange nicht vorbei.

Oliver Graf, Geschäftsführer der Ve Interactive DACH GmbH dazu: „Es ist unglaublich interessant, sich die früheren Prognosen und Fehleinschätzungen von Tech-Experten vor Augen zu führen. Zeigen Sie uns doch, dass sich auch zunächst unrealistisch erscheinende Ideen durchsetzen können – wie kühn diese auch sein mögen – solange sie einen Mehrwert für die meisten Menschen haben. Mit Vorfreude stellen wir uns die kommenden digitalen Erfindungen vor, zum Beispiel selbstfahrende Autos, Faltdisplays, Augmented und Virtual Reality – und stellen fest: Auch davon sind wir gar nicht mehr weit entfernt. Abzuschätzen, welche großen Erfindungen sich möglicherweise durchsetzen werden und in Ergänzung dazu die richtigen Software-Lösungen oder ergänzende Produkte zu entwickeln, das ist die größte und spannendste Herausforderung, vor der die gesamte digitale Branche steht."

 

 



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